Sanierung mit spritzbarer Innendämmung

Bei der energetischen Sanierung denkmalgeschützter Fassaden kommt regelmäßig nur eine Innendämmung in Frage. Gerade hier sind die Wände jedoch häufig uneben. Sie waren bisher mit Ausgleichsputz zu bearbeiten, um sie einer starren Dämmplatte anzupassen.

Die Ecosphere-Spritzdämmung passt sich jedem Untergrund an. Ein lücken- und fugenloses Ergebnis ist so auch bei Altbausanierungen gewährleistet. Der Einsatz von Ausgleichsputz entfällt. Bild: maxit

Denkmalgeschützte Fassaden sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wichtige Zeitzeugen der Architektur. Sollen ältere Bausubstanzen den energetischen Standards moderner Zeiten angepasst werden, kommt daher häufig nur eine Innendämmung in Frage. Jedoch herrscht hier weit verbreitete Skepsis: Unweigerlich führt die Anbringung an der Innenseite der Fassade etwa zu einer Verkleinerung der Wohn- und Nutzfläche. Was jedoch noch schwerer wiegt, ist die Sorge vor entstehenden Hohlräumen zwischen Wand und Dämmprodukt. Denn sobald ein Untergrund nicht vollkommen gerade ist, stoßen gängige Plattenlösungen an ihre Grenzen. Wird hier nicht präzise gearbeitet, können Wärmebrücken sowie Feuchtigkeit entstehen. Im schlimmsten Fall führt dies zu Schimmel, der die Bausubstanz angreift und zudem gesundheitliche Folgen haben kann.

Zeitzeugen der Architektur: Sollen denkmalgeschützte Fassaden den energetischen Standards moderner Zeiten angepasst werden, kommt meist nur eine Innendämmung in Frage.
Bild: maxit/ © georgheimer - Fotolia.com

An die Wand geschmiegt

Eine neuartige Dämmtechnologie liefert die Entwicklungsabteilung von Farben, Putze- und Mörtelspezialist Maxit: Die aufspritzbare "Ecosphere"-Dämmung wird per Putzmaschine an die Wand gebracht und passt sich jedem Untergrund flexibel an.
Bei der Entwicklung legte der Hersteller besonderen Fokus auf problemlose Verarbeitung. Das Ergebnis: Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, Berlin) schuf Maxit mit Ecosphere die erste Dämmung, die mit der Putzmaschine auf die Wand gespritzt werden kann – und zwar sowohl aus dem Sack als auch aus dem Silo. Möglich machen dies mikroskopisch kleine Vakuum-Hohlglaskugeln: Neben einem guten Dämmeffekt überzeugen die runden Kügelchen dank ihrer Form auch mit einer großen Stabilität. Denn aufgrund des physikalisch optimalen Verhältnisses von Volumen zu Oberfläche ist sichergestellt, dass die Glaskugeln während des Spritzvorganges nicht zerstört werden. Verbunden mit Hochleistungsmörtel entsteht so eine fließende und doch formbare Masse. "Man kann sich das Ganze vorstellen wie aufgeschlagene Sahne – fließend, aber nicht flüssig.
Ecosphere lässt sich also per Putzmaschine aufbringen und anschließend mit der Abziehlatte glätten. Dabei weist die Dämmung eine überzeugende Standfestigkeit auf", erklärt Friedbert Scharfe, Entwicklungsleiter bei Maxit. Der Vorteil: "Anstatt eine Wand mit Ausgleichsputz zu bearbeiten, um sie einer starren Dämmplatte anzupassen, passt sich Ecosphere auch im Altbau einfach formschlüssig der Wand an. Das Ergebnis ist eine lücken- und fugenlose Dämmschicht mit einem Wärmeleitwert von 0,040 W/(mK) in der Trockenmasse."

Hochwärmedämmende „Glassbubbles“ machen`s möglich: Ecosphere kommt ganz ohne Chemiezusatz und mit einer geringen Schichtdicke aus. Das prädestiniert die Innovation für einen Einsatz im Bereich der Innendämmung. Bild: maxit

Als gewöhnlichen Dämmputz will Maxit seine Innovation allerdings nicht verstanden wissen: "Ecosphere besteht zu rund 80 Prozent aus hochwärmedämmenden Glasbubbles, wie wir sie nennen. Das hat mit gewöhnlichem Putz nicht mehr viel zu tun. Zudem findet sich bisher kein Dämmputz am Markt, der ohne Entmischungen direkt aus dem Silo zu verarbeiten ist", so Scharfe. Und was in Zeiten des wachsenden Ressourcenbewusstseins ebenfalls besonders zu Buche schlägt: Dank ihrer rein mineralischen Beschaffenheit ist die Ecosphere-Dämmung vollständig recyclebar.

Mineralisch, wohngesund, ergiebig

Die mineralische Verbindung von Glas und Mörtel weist schon während der Nutzungsphase viele Vorteile auf:

  • So ist Ecosphere vollständig diffusionsoffen, kann also überschüssige Feuchtigkeit zeitweise aufnehmen und bei Bedarf wieder an die Raumluft abgeben – ohne die Gefahr eines Nässestaus. Damit lässt sich der gerade im Bereich der Denkmalsanierung gefürchteten Schimmelbildung effektiv vorbeugen.
  • Aufgrund der Tatsache, dass die Dämmung zudem weder verklebt noch chemisch behandelt werden muss, gibt sie auch keine entsprechenden Dämpfe an die Raumluft ab – die Luft bleibt wohngesund.
  • Selbst im Brandfall können sich keine giftigen Gase entwickeln, zumal Ecosphere mit der Baustoffklasse A1 ohnehin als "nicht brennbar" deklariert ist.

Zwar hat Hersteller Maxit auch eine spritzbare Ecosphere-Außendämmung im Sortiment. Ihre Vorzüge kann die neue Technologie jedoch besonders im Innenbereich ausspielen: Da das Produkt mit geringen Schichtstärken auskommt, bleibt wertvoller Wohnraum erhalten. "Mehr ist nicht immer besser. Die Entwicklung von Ecosphere war gewissermaßen auch eine Gegenbewegung zum herrschenden Trend der Überdimensionierung im Bereich Dämmstoffe", so Scharfe. "Wir haben uns am Vorbild der Natur orientiert und die Zusammensetzung von Ecosphere so gestaltet, dass sie dem Motto folgt: So viel wie nötig, um einen idealen Job zu machen."

Weitere Informationen

Weitere Auskunft zur Innendämmung mit "Ecosphere" erhalten interessierte Bauprofis direkt beim Hersteller Maxit – per Telefon (09 220 – 18 0) oder E-Mail (info@maxit.de) oder online unter www.maxit.de.

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