Kampagne "Zukunft Friedhof – Planung mit System"

Friedhof mit Kirche, Quelle: "ZufriedenUnterwegs" auf pixabay

Mit der Öffentlichkeitskampagne "Unser Anliegen ist Ihr Friedhof: Zukunft Friedhof – Planung mit System" hat die Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V. Städte, Kommunen und Gemeinden sowie kirchliche Institutionen in Ihrer Funktion als Friedhofsträger angeschrieben und auf die veränderten Anforderungen in der Friedhofs- und Bestattungskultur hingewiesen.

"Zielsetzung sei es den Friedhofsträgern über Friedhofsysteme zertifiziert mit dem RAL-Gütezeichen, geeignete Lösungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, um einen Friedhof wirtschaftlich und umweltfreundlich betreiben zu können, so der Vorsitzende der Gütegemeinschaft Friedhofsysteme, Hubert Schmitt. „Bereits jetzt könne man feststellen, dass immer mehr Auftraggeber in ihren Ausschreibungen bei der Ausführung von Systemgräbern, Urnenwänden und Urnenerdgräbern, aber auch bei der Friedhofsplanung die RAL-Gütezeichen für Friedhofsysteme und Friedhofsplanung oder einen gleichwertigen Nachweis fordern", so Schmitt.
Der Einsatz von Grabkammersystemen bei der Sargbestattung bringt im Vergleich zur klassischen Erdbestattung ob bei einfachtiefer oder doppeltiefer Belegung erhebliche Vorteile und Einsparpotentiale.

Ein Grabkammersystem benötigt bis zu 30% weniger Fläche und ist mehrfach tief belegbar. Der größte Vorteil ist die verkürzte Ruhezeit von maximal 12 Jahren bzw. den gesetzlich festgelegten Mindestruhezeiten durch die Lösung der Verwesungsprobleme.

Funktionalität und Nachhaltigkeit, was auch für Urnenbestattungssysteme gilt, wirken sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Immobilie Friedhof aus.

Durch Reaktivierung von belasteten Überhangflächen, Sanierung und Nutzung von Flächen im Bestand und Umwidmung von nicht notwendigen Reserveflächen können weitere wirtschaftliche Effekte erzielt werden.

Auch ÖPP-Modelle für Friedhofsanlagen können ein Lösungsansatz für das wirtschaftliche Betreiben von Friedhöfen sein.

Oberstes Ziel eines Friedhofskonzeptes sollte es sein, für alle angebotenen Grabarten möglichst gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der Bürger objektiv seine Bestattungsart wählen kann und nicht immer wieder durch die drei wichtigsten Kriterien in seiner Wahl beeinflusst wird:

    · Pflegefreiheit
    · geringere Kosten
    · kürzere Ruhezeiten.

Über diese Faktoren werden die meisten Entscheidungen definiert und gerade hier setzen oft die Friedhofsträger unbeabsichtigt selbst die Trends, so der Vorsitzende der Gütegemeinschaft. Hierzu ist eine Bedarfsanalyse notwendig und ein Entwicklungs- und Betreibungskonzept zu erarbeiten.

In den meisten Fällen fehlen solchen Anlagen individuelle Entwicklungspläne gänzlich. Die Chance, den Friedhof zu einer Infrastrukturimmobilie mit Wirtschaftlichkeit für Kommunen und deren Haushalte zu entwickeln, sollten wir gemeinsam nutzen. Schließlich geht es für die Bürger um Erhaltung und Akzeptanz der Friedhofsanlage, Steuereinsparungen und vermeidbare Gebührenerhöhungen.

Gütegemeinschaft auf der Kommunalen 2019 in Nürnberg
Die Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V. ist auf der "Kommunale 2019" am 16. und 17. Oktober 2019 in Nürnberg, Halle 9, Stand Nr. 644

Weitere Informationen
Gütegemeinschaft Friedhofssystem finden Sie im Internet unter www.friedhofsysteme.de

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