"Meister und Geister" von HEINER HOFFMANN in der Raumgalerie

Vernissage: 10. Juli 2019, Ausstellung: bis 30. August 2019

Wer zeichnet, bei dem lösen die Begriffe "Meister" und "Geister" etwas aus. Geister stecken in allem, beflügeln oder lähmen, ebenso wie Meister Lehrer oder unerreichbare Vorbilder sein können. Beides bedarf der Balance von Nutzen und Befreien, beim Zeichnen wie in der Architektur, also erst recht in der Architekturzeichnung. Der Architekturlehrer und Zeichner Heiner Hoffmann kennt das, aus Lehre und Selbstversuch – und wurde zum Meister.

Quelle: Heiner Hoffmann / Die Raumgalerie

Vernissage: Mittwoch, 10. Juli 2019, Einlass ab 19 Uhr
Ort:
Die Raumgalerie, Ludwigstraße 73, 70176 Stuttgart

Das Raumgeflüster: ab 19:30 Uhr mit Heiner Hoffmann, Friedrich Dassler, Thomas Geuder und dem Publikum

Dauer der Ausstellung: bis 30. August 2019


Quelle: Heiner Hoffmann / Die Raumgalerie

Heiner Hoffmann studierte Architektur in Darmstadt und Zeichnen an der Königlichen Kunstakademie in Antwerpen. Er nennt das Zeichnen seine „Unterhaltungen mit der Welt“. Und es war ihm stets ein großes Anliegen, jeglicher Form von Vorbildern aus dem Weg zu gehen. Stets ging es ihm darum, das Eigene zu entwickeln und sichtbar zu machen. Und er fuhr gut damit, wurde selbst ein exzellenter Zeichner und Professor an Architekturhochschulen im In- und Ausland, lehrte Entwerfen, Geometrie und „Freies Zeichnen“.
1993 dann „The Newcastle ABC“, der Selbstversuch an fremden Meistern: erfundene Architektur im Stil berühmter Architekten der beginnenden Moderne – oder auch ganz frei, ohne „Meister“. An einem fiktiven Wettbewerb für ein Eckgrundstück in Newcastle nahmen unter anderen Größen wie Antoni Gaudi, Norman Shaw, Paul Rudolph, diverse Italiener, Rudolph Schindler, Otto Wagner, Raimund Hood und Hugh Ferris teil. Heraus kam eine veritable Mappe mit Skizzen und Zeichnungen, wie man sie so nie zuvor gesehen hatte – und doch hätte es geben können.
Mit diesen Blättern wollte Professor Hoffmann erkunden, welcher Zusammenhang zwischen der grafischen Handschrift und der Entwurfsidee und -entwicklung besteht und nicht zuletzt erfahren, wie sich diese „Fingerübung“ auf ihn selbst auswirkt, waren ihm Vorbilder und Nachahmungen bis dahin doch völlig suspekt. Umso überraschender war dann auch die Erfahrung, mit 52 Jahren zeichnerisch den großen Architekten der frühen Moderne „über die Schulter zu schauen“ – und dabei etwas zu lernen.
In der Ausstellung „Meister und Geister“ zeigt Heiner Hoffmann diese großartigen Wettbewerbsskizzen und -zeichnungen, die für ihn einen wichtigen Punkt in seiner zeichnerischen Arbeit markieren. Ergänzt werden die Werke durch zahlreiche weitere Skizzen und Zeichnungen aus einem der Lehre, dem Hinschauen und dem Zeichnen gewidmeten Leben.

Die Ausstellung ist in Co-Kuration mit Friedrich Dassler, langjähriger Chefredakteur der Architektur-Fachzeitschrift xia Intelligente Architektur, entstanden.

Zusätzlich wird Heiner Hoffmann in einem gesondert anberaumten Werkstattgespräch über sein Wirken berichten. (Der Termin wird noch bekannt gegeben.)

 

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