Wildeboer aktualisiert EPDs beim IBU

Unabhängig verifizierte Ökobilanz-Daten für Brandschutzklappen erhalten Neuauflage

Die Wildeboer Bauteile GmbH hat am 11. März auf der ISH in Frankfurt vom Institut Bauen und Umwelt e.V. drei Umwelt-Produktdeklarationen für Brandschutzklappen entgegengenommen – und das bereits zum zweiten Mal, denn das Unternehmen aus dem ostfriesischen Weener hat seine bestehenden Deklarationen aktualisiert und erneut verifizieren lassen.

EPD-Übergabe auf der ISH an die Wildeboer Bauteile GmbH. V.l.n.r.: Dr. Jana Panaskova, Wildeboer, Dr. Alexander Röder, Geschäftsführer IBU / Quelle: IBU

Wildeboer hat vor über fünf Jahren bereits Umwelt-Produktdeklarationen (en: Environmental Product Declaration – kurz: EPD) für drei Brandschutzklappen erstellt, die im November 2013 vom Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) veröffentlicht wurden. Damit war Wildeboer nicht nur das erste Unternehmen aus dem Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA), dass sich am EPD-Programm des IBU beteiligt, sondern auch das erste Unternehmen weltweit, das Ökobilanz-Daten für Komponenten der Raumlufttechnik zur Verfügung stellt.

Vorreiter in der TGA-Branche
Laut IBU-Geschäftsführer Dr. Alexander Röder seien insbesondere aus der TGA noch immer viel zu wenig Ökobilanz-Daten verfügbar, obwohl dieser Bereich einen entscheidenden Einfluss auf die Umweltwirkungen eines Gebäudes während dessen Nutzung hat. „Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass die Firma Wildeboer hier nicht nur die Vorreiter-Rolle übernommen hat, sondern auch dafür sorgt, dass die Daten verfügbar und aktuell bleiben“, berichtet Röder.#

Nach fünf Jahren verliert eine EPD ihre Gültigkeit. Sie muss dann auf Aktualität und Korrektheit der enthaltenen Daten geprüft, gegebenenfalls aktualisiert und erneut von einem unabhängigen Experten verifiziert werden, um weiterhin über das IBU veröffentlicht werden zu können. Dr. Jana Panaskova, bei Wildeboer maßgeblich für das Thema Nachhaltigkeit und Energiemanagement verantwortlich, nahm auf der ISH nun die drei neu aufgelegten EPDs für die Brandschutzklappen FR90, FK90 und FK90K entgegen.

Gesamter Produkt-Lebenszyklus objektiv abgebildet
„Unsere Produkte zeichnen sich besonders durch ihre wartungsfreie Konstruktion und ihren Beitrag zur Energieeffizienz des Gebäudes aus“, erklärt Panaskova. „Da EPDs die Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes abbilden, können wir mit ihnen auch genau diese Produkteigenschaften anhand von Ökobilanz-Daten darstellen.“ Bei Wildeboer sind EPDs mittlerweile fest im Unternehmen integriert, berichtet Panaskova weiter: „Außer für Brandschutzklappen haben wir auch für Entrauchungsklappen sowie für Volumenstromregler und  begrenzer EPDs erstellt.“

Alle EPDs von Wildeboer entsprechen darüber hinaus auch dem Standard der ECO Platform, der Dachorganisation der verschiedenen nationalen EPD-Programmhalter in Europa, womit sie in vielen Ländern Europas anerkannt und für Interessierte frei zugänglich sind. Die zugrundeliegenden Ökobilanz-Daten sind außerdem auch in der Online-Baustoffdatenbank ÖKOBAUDAT des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hinterlegt und dort ebenfalls öffentlich zugänglich. Wildeboer leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, denn so stehen allen am Bau Beteiligten verlässliche Umwelt-Daten in standardisierter Form zur Verfügung, beispielsweise für die Planung nachhaltiger Bauprojekte – oder deren Bewertung.

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