Wie lösen wir den Konflikt von Mobilität und Immobilie?

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Bisher ist es kaum jemandem aufgefallen: Architekten, Immobilienplaner, Stadtplaner und die anderen Akteure des urbanen Raumes und neuer Mobilität machen jeder für sich und doch gemeinsam einen grundsätzlichen Fehler. Vielleicht unbewusst, vielleicht unfreiwillig - doch in der Regel „systembedingt“.

Alle sprechen von der Fokussierung auf den Menschen, von mehr Lebensqualität, innovativen Services, Nutzerzentrierung und Convenience, doch egal wie sehr die Beteiligten den Menschen in den Vordergrund rücken: de Facto wird er ignoriert. Warum wird der Mensch nicht beachtet?

Das Denken und Planen und Umsetzen beginnt nicht beim Menschen. So wie er ist, so wie er lebt, so wie er sich in seinen Rollen und Bedürfnissen am Tage bewegt. Das Denken der „Macher und Planer“ beginnt bei einer spezifischen Rolle, die der Mensch ausübt. Fasst jeder betrachtet den Menschen nur im Kontext der eigenen Interessen. 

Und wer den Menschen aus seinem eigenen Interesse heraus betrachtet, der ignoriert den Menschen. 

Was meine ich damit? Für jede Sparte hat der Mensch eine ganz bestimmte zentrale Rolle: Der Wohnende, der sich Erholende, der sich Bewegende, Shoppende, Fahrende, der Freizeitmensch, der Gesellige, der Einzelne, der Arbeitsmensch, der Bequeme oder der Aktive. Aber das ist nun mal nicht “der Mensch”, der da im Zentrum steht - es ist immer nur eine ganz bestimmte Facette, für die wir da Lösungen finden. Und so ist er - wenn wir ehrlich sind - für uns oft nur ein “Objekt mit Ansprüchen”, die wir beherzigen wollen. Das ist nichts anderes, als innerhalb von Schranken das Beste erreichen zu wollen. Das kann jedoch nie das Beste sein.

An diese Schranken haben wir uns so sehr gewöhnt, dass wir sie teilweise nicht mal mehr bemerken. Wir sind schon stolz, wenn wir dem Menschen mehr als eine Rolle zuzugestehen. Wenn wir zum Gebäude aus nachhaltigen Materialien einen Elektro-Fuhrpark mit dazuplanen und die Energie zum Laden vom eigenen Dach kommt und auf dem Dach selbst noch eine Ecke für Urban Gardening angelegt ist. Dann leuchten unsere Augen. Zu Recht übrigens, denn zu oft wird selbst diese planerische Selbstverständlichkeit nicht lebendig. Und an diesem Beispiel erkennen wir auch die Limitierungen. Die Bereiche, auf die wir keinen Einfluss haben. Die Bereiche, für die dann „die Anderen“ zuständig sind. Die Stadt, das Amt, der Investor, wer auch immer.

Wenn man vom Menschen heraus denkt, dann ist das kein Argument - und wir sollten uns schnell abgewöhnen, das einfach zu akzeptieren. Stattdessen sollten wir uns zusammentun. Müssen uns zusammentun. Müssen aus unseren Bereichen und Disziplinen herauskriechen und mit dem beginnen, was uns so nahe liegt und wir doch nicht mehr kennen: dem Menschen.

Vor allem aber müssen wir beginnen. Damit so ein Ansatz Struktur und Wirksamkeit erhält, haben wir den Circle of Living entworfen. Ein Denk- und Arbeitsmodell, mit dem wir Disziplinen so verknüpfen, dass es wieder beim Menschen beginnt.


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Über den Autor:
Ralph Edgar Bennewitz ist der Gründer der Marken-Beratungsagentur Permacircle, Mitglied in der Unternehmensgruppe Vereinte Talente. Seit er im Berufsleben steht, hat er sich immer mit der Beziehung zwischen Menschen und Marken beschäftigt und daraus Grundlagen für erfolgreiche Kampagnen und neue Produkte geschaffen. 

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