Innovative Bauunternehmen für serielle Gebäudesanierungen gesucht

Energiesprong Deutschland und GdW starten Programm zur Markterschließung in Deutschland

Foto: hanohiki/Shutterstock

Die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) koordinierte Initiative Energiesprong Deutschland und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) rufen Bauunternehmen dazu auf, serielle Sanierungslösungen nach dem Energiesprong-Prinzip für den deutschen Markt zu entwickeln. Ziel des Programms ist es, in den nächsten zwei Jahren bundesweit Prototypen mit vorgefertigten Elementen klimaneutral zu sanieren und so einen breiten Sanierungsmarkt zu erschließen. Interessierte Unternehmen können sich unter www.energiesprong.de/innovationstarten registrieren. Dort finden sich auch weitere Informationen zum Energiesprong-Prinzip, den Unterstützern aus der Wohnungswirtschaft und den geplanten Prototypen.

"Serielles Sanieren hat großes Marktpotenzial und kann einen 

wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn gerade im Gebäudebestand braucht die Energiewende mehr Tempo", sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Bereits jetzt beteiligen sich neun Wohnungsunternehmen an der Energiesprong-Initiative. Für 60 Wohneinheiten werden bereits Prototyplösungen erarbeitet, für 57 werden aktuell Anbieter gesucht, weitere werden folgen. In Deutschland fehlt es derzeit noch an Lösungsanbietern, um die wachsende Nachfrage bedienen und die Marktentwicklung vorantreiben zu können. International nimmt dieser Zukunftsmarkt bereits Fahrt auf. 4.500 Gebäude wurden bisher fertiggestellt, mehr als 18.000 weitere sind derzeit in der Planung. Diese Dynamik wünschen wir uns auch für Deutschland." Das gesamte Marktpotenzial im Mehrfamilienhausbereich beläuft sich nach Schätzungen der dena auf rund 500.000 Gebäude und rund 120 Milliarden Euro.

"Serielles und modulares Bauen bietet nicht nur im Neubau, sondern auch in der Sanierung große Potenziale, um schnell und kostengünstig hochwertigen, klimaneutralen Wohnraum anzubieten", sagt Axel Gedaschko, Präsident des GdW. "Wir unterstützen Energiesprong Deutschland und hoffen, dass es für die serielle Sanierung bald ebenso viele Lösungsanbieter wie für den seriellen Neubau gibt."

Teilnehmerkreis und nächste Schritte der Marktentwicklung

Als Teilnehmer sucht Energiesprong Deutschland zum einen Generalunternehmer und -übernehmer, zum anderen Zulieferer für vorgefertigte Fassadenelemente, Solardächer, Heiz-, Lüftungs- und Speichertechnik sowie Energie-Monitoringsysteme. Das Programm beginnt mit einem "Challenge Day" am 20. September 2018 in Berlin. Dort präsentieren Wohnungsunternehmen die Projekte, die sie mit Bauunternehmen umsetzen möchten. Außerdem werden Energiesprong-Prototypen vorgestellt, erste Lösungsansätze diskutiert und die Teilnehmer untereinander vernetzt. Ende Oktober folgt ein "Innovation Day", um weiterführende Fragen zu Gebäudehülle, Technikmodulen und anderen Herausforderungen zu klären. Schließlich präsentieren die Anbieter ihre Konzepte bei einem "Pitch Event" mit der Wohnungswirtschaft Ende des Jahres in Berlin. Wohnungsunternehmen können dort die für sie passenden Lösungen auswählen. Energiesprong Deutschland begleitet und unterstützt die Bauunternehmen kostenlos, in der Zeit der Konzepterstellung und darüber hinaus.

Weitere Informationen zur Energiesprong-Initiative gibt es unter www.energiesprong.de

 

 



 

 

 

 

 

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