Kongress diskutiert die Baubiologische Agenda 2025

Visionen Realität werden lassen

Foto: Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN

Über 270 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Schweiz und auch außereuropäischen Ländern versammelten sich auf Einladung vom Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN im Ballhaus Rosenheim, um sich über die Zukunft des gesunden und nachhaltigen Bauens und Wohnens auszutauschen. Ziel des Kongresses ist es, durch Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch verbesserte Konzepte für baubiologisches Bauen zu entwickeln und diese zu etablieren. Zahlreiche Fachleute aus der Branche nutzten die Gelegenheit zur Knüpfung neuer Kontakte.

IBN-Geschäftsführer und Architekt Winfried Schneider eröffnete den Kongress für Baubiologie mit einem spannenden Vortrag über die Baubiologischen Ziele 2025 und verdeutlichte in seiner Rede, dass es eine der großen derzeitigen Herausforderungen ist, alle Menschen unseres Planeten mit gesundem, nachhaltigem und menschenwürdigem Wohnraum zu versorgen.

Über die Fortschritte und Entwicklungen seit den frühen Tagen der Baubiologie berichtete Dr. Hermann Fischer, Gründer der AURO Naturfarben AG und stellte klar, warum fossile Rohstoffe ein Auslaufmodell sind und durch pflanzliche Rohstoffe ersetzt werden müssen. Prof. Dr.-Ing. Gernot Minke zeigte bereits verwirklichte Visionen nachhaltigen Bauens anhand zahlreicher umgesetzter Beispiele aus aller Welt. Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Haustechnik in den Bereichen Smart Home und Beleuchtung bildeten weitere Schwerpunkte des zweitägigen Kongresses. Dr. Manfred Mierau erklärte, wie „Smart Home“ auch ohne Dauerfunk realisiert werden kann. Baubiologen aus aller Welt standen in moderierten Interviews Rede und Antwort und gaben einen Einblick in die globale Baubiologie.

Bewährtes zu verbessern gehört zu den wichtigen Aufgaben und Zielen der anwesenden Experten. So war es ein Highlight, als Dipl.-Biologin Pamela Jentner, Vorstandsmitglied des Verband Baubiologie (VB), die in einer Arbeitsgruppe weiter entwickelten und optimierten „25 Leitlinien der Baubiologie“ vorstellte. Diese beschreiben, wie ein gesundes, naturnahes, nachhaltiges und schön gestaltetes Wohn- und Arbeitsumfeld realisiert werden kann. Wesentlicher Unterschied zu den bisherigen „25 Grundregeln der Baubiologie“ ist die Ausrichtung an heutige Bau-, Wohn- und Lebensbedingungen. (Download unter www.25leitlinien.baubiologie.de)

Vor und nach den Vorträgen standen die Referenten, Baubiologische Beratungsstellen IBN und über 30 Anbieter von baubiologischen Produkten und Dienstleistungen sowie baubiologische Verbände und Vereine für Fragen und Informationen zur Verfügung. So konnte jeder Teilnehmer die Gelegenheit nutzen und sich umfassend informieren. Dass sich der IBN-Kongress hervorragend zum Netzwerken eignet, zeigt folgendes Beispiel: Helmut Kolaric (Initiative baubiologie.management - BBM Graz) machte Prof. Dr. Tsunea Ishikawa vom IBN-Partnerinstitut in Japan mit dem Wandergesellen Andreas bekannt, damit dieser seine Walz in Japan bei den dortigen Holzbaumeistern fortsetzen kann. Die abschließende Podiumsdiskussion mit allen Referenten wurde rege genutzt, um noch offene Fragen zu klären und alle Teilnehmer verließen den Kongress höchst inspiriert.

 

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