Minimaler ökologischer Fußabdruck für Waldhügel

Urban Mining Student Award Architektur

Die Preisträgerinnen der beiden ersten Preise mit Anja Rosen vom Urban Mining e.V. und Prof. Annette Hillebrand (BUW), Nathalie Sophie Hans (1. Preis), Vera Quasten (1. Preis) sowie Bernhard Busch (agn) (v.l.n.r). Foto: agn Niederberghaus & Partner GmbH

Am 10. April 2018 wurden die Gewinner des ersten „Urban Mining Student Award Architektur“ bekannt gegeben. Insgesamt 61 Teams hatten sich an dem im Juli 2017 ausgelobten, bundesweit offenen Wettbewerb beteiligt. Elf Einreichungen gelangten in die engere Wahl, darunter fünf Anerkennungen und vier Preise. Zur Aufgabe stand der Entwurf eines Naturschutzzentrums für den Waldhügel an der ‚Blauen Lagune‘ in Rheine mit minimalem ökologischem Fußabdruck.

Zwei erste Preise, die mit einer Feierstunde auf dem Campus der Bergischen Universität Wuppertal verliehen wurden, gingen an Nathalie Hans und Vera Quasten von der Bergischen Universität. Initiiert wurde der Studentenwettbewerb an der Bergischen Universität Wuppertal von den Architektinnen Prof. Annette Hillebrandt und Anja Rosen am Lehrstuhl Baukonstruktion, Entwurf und Materialkunde. Mitinitiator und Sponsor ist die agn Niederberghaus & Partner GmbH. Der Urban Mining e.V. unterstützt als Namensgeber und Kooperationspartner die Auslobung des Wettbewerbs, der mit einer Gesamtpreissumme in Höhe von € 4.000,- versehen ist.

Von den Einreichungen beeindruckt zeigte sich Frau Prof. Hillebrandt: „Es sind sehr verschiedene, spannende Konzepte hinsichtlich eines minimalen Footprints eingereicht worden“, erklärte Annette Hillebrandt im Anschluss. „Die Jury hat versucht, mit ihrer Entscheidung diese große Bandbreite abzubilden. Entwurfs- und Konstruktionsansätze, die einen radikal-ökologischen Ansatz verfolgen, bei dem nach der Nutzungsphase alle Baumaterialien kompostiert werden können, waren ebenso vertreten wie solche, die den Re-Use von Bauteilen verfolgen oder solche, die das Haus als ‚Urbane Mine‘ verstanden wissen wollen, in das Materialien wertsteigernd eingelagert werden.“

Anja Rosen vom Urban Mining e.V. zeigte sich erfreut, dass das Thema „Urban Mining“ in den Bereich der Architektur vordringt und Teil des Planungsprozesses wird. Besonders die angehenden Architekten stünden vor der Herausforderung, das zirkuläre Bauen in die Tat umzusetzen, um wertvolle Ressourcen für nachfolgende Generationen verfügbar zu halten.

Der Urban Mining Student Award Architektur zeichnet Konzepte, Ideen und Strategien zur Förderung einer konsequenten Kreislaufwirtschaft aus. Er prämiert Entwürfe und Konstruktionen für Neubauten, Umbauten und Erweiterungen unter besonderer Berücksichtigung der Umwelt- und Ressourcenschonung.

Die Rückbaufreundlichkeit der Konstruktion und die Recyclingfähigkeit der Baustoffe stehen zusammen mit der Wiederverwendung gebrauchter Bauteile und einer hohen Reparaturfreundlichkeit im Vordergrund der Betrachtungen. Weitere Kriterien sind Flexibilität der Gebäudestruktur als Voraussetzung für Um- und Weiternutzungen, geringer Flächen- und Wasserverbrauch, möglichst hohe Gebäudeautarkie mit Low-tec-Lösungen für Betriebs- und Energieeffizienz sowie Förderung des Mikroklimas und der Biodiversität.

Der Award soll auch in diesem Jahr wieder ausgelobt werden.

Mehr Information unter: http://www.urbanminingstudentaward.de/



 

 

 

 

 

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