Gebäudeenergiegesetz

DGNB entwickelt alternativen Entwurf

Quelle: www.dgnb.de

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. hat eine auf drei Seiten komprimierte Alternative zum 2017 von der Bundesregierung erarbeiteten Entwurf eines Gebäudeenergiegesetzes veröffentlicht. Das Gebäude-Emissions-Gesetz 2050 (GEG 2050) dient als Diskussionsgrundlage, um ein wirkungsvolles, einfaches und verständliches Instrument zum Erreichen der Klimaschutzziele zu entwickeln. Zu den inhaltlichen Kernforderungen zählt, dass die CO2-Emission eines Gebäudes zur Zielgröße wird und die Bewertung nicht über theoretische Referenzgebäude sondern anhand absoluter Grenzwerte erfolgt. Zudem ist bei Nichterfüllung der Zielwerte eine CO2-Abgabe zu leisten.

Dem zum Ende der vergangenen Legislaturperiode vorgestellten Entwurf eines Gebäudeenergiegesetzes fehle der klare Bezug und das unumstößliche Ziel, als wirksames Instrument dazu beizutragen, die Klimaschutzziele zu erreichen, so DGNB Präsident Prof. Alexander Rudolphi. Es dürfe nach der langwierigen Phase der Regierungsbildung nicht noch mehr wertvolle Zeit verloren gehen. Das passiere, wenn der bisherige GEG-Entwurf die Basis weiterer Debatten sei und man anhand einer umständlichen und unverständlichen EnEV-Novellierung auf 150 Seiten am Ziel vorbei diskutiere.

Nach Auffassung der DGNB benötigt es ein Gesetz, das heute die richtigen Ziele und Leitlinien setzt, damit der gesamte Gebäudebestand und alle neuen Gebäude den Klimaschutzzielen gerecht geplant, errichtet, saniert und betrieben werden. Dass dies möglich ist, zeigt der jetzt von der DGNB veröffentlichte Vorschlag eines GEG 2050. Dieser ist bewusst einfach und zielorientiert formuliert und als Diskussionsbeitrag zu verstehen, um deutlich zu machen, dass sich die bestehende Gesetzgebung von den wirklichen Herausforderungen zu weit entfernt hat.

Es ist zudem ein Statement, dass sich ein zukunftsfähiges Gesetz, welches unverändert bis 2050 gültig ist, bereits heute formulieren lässt. Dabei bezieht sich das GEG 2050 direkt auf die kritische Umweltbelastung, nämlich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Nur damit lassen sich nach Einschätzung der DGNB die Klimabeschlüsse der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der deutschen Energiewende umsetzen. Die bisherige Steuerungsgröße „Energieverbrauch von Gebäuden“ erachtet die DGNB als ungeeignet. Zudem muss die Grundlage aller Bewertungen, Vorgaben und Steuerungsmechanismen auf real gemessenen Verbrauchsdaten basieren.

Wichtig sei, dass man anfange, vom Ziel her zu denken, also vom emissionsfreien Gebäudebestand 2050, so Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. Von dieser absoluten Größe müsse für jedes Gebäude ein individueller Klimaschutzfahrplan vorliegen. Dieser definiere die jährlichen CO2-Emissions-Grenzwerte gebäudeweise. Hierbei kommt den Planern eine maßgebliche Verantwortung zu, mit innovativen und ganzheitlichen Konzepten im Neubau wie auch in der Sanierung so effektiv wie möglich die vorgegebenen Ziele zu erreichen und dabei den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes im Blick zu haben.

Mit gezielten Forderungen und Förderungen ließen sich dafür wirtschaftliche Rahmenbedingungen bereitstellen, um nachhaltig in den Werterhalt der Gebäude investieren zu können und die überfällige Sanierung des Gebäudebestandes endlich attraktiv zu machen. In diesem Sinne könnte das GEG 2050 den Startschuss für das bislang größte und nachhaltigste Konjunkturprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bilden.

Alle Interessierten können den Entwurf des GEG 2050 kostenfrei auf der Website der DGNB herunterladen.

Terrassenverglasung nach Maß

Seit Kurzem bietet SUNFLEX neben den altbewährten Falt-Schiebe-Systemen, Schiebe-Dreh-Systemen und Horizontal-Schiebe-Wänden auch die passende...

Weiterlesen

Optigrün Systemlösung Retentionsdach Typ Drossel 4.0 "Smart Flow Control"

Die Optigrün-Drossel 4.0 „Smart Flow Control“ ist eine intelligente und dynamische Drossel für Retentionsdachbegrünungen, die durch Vorhersagen, bzw....

Weiterlesen

Immer genug Frischluft

Für die CO2-Messung in Gebäuden, die mit der KNXGebäudebustechnik ausgerüstet sind, eignen sich die Wandsensoren KNX AQS/TH-UP gl und KNX AQS/TH-UP...

Weiterlesen

Alles effizient steuern

Licht und Heizung einfach und wirkungsvoll steuern– das geht perfekt mit den neuen Komponenten von Rademacher. Herzstück ist der Home-Pilot, der für...

Weiterlesen

Gewächshaus im Schrank

Osram beteiligt sich am Münchner Unternehmen agrilution. Das Start-Up bietet einen intelligenten Gewächsschrank für zu Hause an. Auch ohne...

Weiterlesen

Licht im Labor

Mit dem Neubau des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn (DZNE) entsteht ein attraktiver Forschungsstandort. feco-feederle...

Weiterlesen