Biennale Beitrag „Making Heimat“ auf Weltreise

Bundesbauministerium und Goethe-Institut

Quelle: www.goethe.de

Der deutsche Beitrag auf der Architektur-Biennale in Venedig 2016 „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ ist noch immer hochaktuell. Jetzt plant das Goethe-Institut, die acht im deutschen Pavillon ausgestellten Thesen von Doug Saunders unter dem Titel ANKUNFTSSTADT // ARRIVAL CITY auf weltweite Tour zu schicken und dort zur Diskussion zu stellen. Darauf verständigten sich Ende Oktober 2017 Staatssekretär Gunther Adler und der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, bei einem Treffen in Berlin.

An sieben Auslandsstationen sollen anhand von „Making Heimat“ die Themen Ankunftsstadt und Integration bearbeitet sowie mit je einer lokalen Ankunftsstadt porträtiert werden. Als Stationen sind ab Frühjahr 2018 bislang Mumbai, Kolkata, Karachi, Lima, Santiago, Prag und London vorgesehen.

Baustaatssekretär Gunther Adler begrüßte die Initiative des Goethe-Instituts, den deutschen Biennale-Beitrag in seinen Instituten weltweit bekannt zu machen. Nachhaltiger könne ein Biennale-Beitrag kaum sein. Auf diese Weise erreiche man für dieses wichtige Thema eine noch größere internationale Öffentlichkeit.

Der deutsche Beitrag auf der Biennale 2016 in Venedig wurde vom Deutschen Architektur Museum (DAM) im Auftrag des Bundesbauministeriums erstellt. Die Präsentation greift Fragen, Initiativen und Diskussionen auf, die aktuell bei den Themen Bauen und Wohnen in Deutschland und bei der Integration von Migrantinnen und Migranten eine wichtige Rolle spielen.

Das Bundesbauministerium und das Goethe-Institut verbindet über eine Kooperationsvereinbarung seit 2014 eine intensive Partnerschaft. Mit konkreten Projekten vermittele man deutsche Baukultur. Man vernetze deutsche Debatten und Entwicklungen mit internationalen Diskursen und spiegele weltweite Erfahrungen der Stadtentwicklung nach Deutschland zurück, so Adler. Die Kooperation habe wesentlich dazu beigetragen, ein internationales Akteursnetzwerk zur Förderung von Baukultur aufzubauen. Man habe die Absicht, diese gute Zusammenarbeit in den Bereichen Baukultur und Stadtentwicklung auch in Zukunft fortzusetzen.

Laut Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, habe die gute Kooperation maßgeblich dazu beigetragen, dass das Goethe-Institut den internationalen Dialog zu urbanen Themen spürbar habe stärken und intensivieren können. Wirksam würden diese Impulse an der Schnittstelle von Gesellschaft und Architektur, aktuell ganz besonders etwa bei Fragen von Flucht und Migration. Man freue sich, dass man dem Bundesbauministerium eine Plattform im Ausland bieten könne, um solche Themen zu diskutieren und durch internationale Perspektiven zu bereichern.

Im Rahmen der Kooperation zwischen Bauministerium und Goethe-Institut entstand auch der „Architektenfahrplan Berlin“ für alle neu in Berlin ankommenden Architektinnen und Architekten. Auf Deutsch, Englisch und Arabisch gibt der Fahrplan eine Übersicht über relevante Institutionen aus den Feldern Beruf, Studium, Beratung, kulturelle Netzwerke und Stipendien und eine Hilfestellung, wie man sich mit seinen professionellen Kenntnissen in Berlin einbringen kann. Die Idee für den Fahrplan wurde im Rahmen des Festivals „Goethe-Institut Damaskus im Exil“ geboren.

Der „Architektenfahrplan Berlin“ wurde am 22. November in der Architektenkammer Berlin präsentiert.

Weitere Informationen:

www.goethe.de/Architektenfahrplan

www.goethe.de/Fachsprache-Architektur.

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