Altersgerecht und sicher – staatlich gefördert

Foto: WZV/Wilfried Korte

Es ist nie zu früh, um die eigene Wohnung oder das eigene Haus altersgerecht umzubauen, denn diese Gestaltung bewährt sich auch schon in jungen Jahren. Ausreichend breite Türen, ein ebenso komfortables wie attraktives Bad sowie zuverlässige Schutzmaßnahmen gegen Einbruch schätzen nicht nur ältere Menschen. Da trifft es sich gut, dass der Staat – mit Blick auf die demografische Entwicklung und dramatisch steigende Einbruchszahlen – für private Wohnungs- und Hauseigentümer das im November 2015 aufgelegte Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ jetzt um Maßnahmen zur Verhinderung von Einbrüchen erweitert hat.

Die die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt seit dem 1. April 2016 altersgerechte, einbruchhemmende Umbauten mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 50.000 Euro und Zuschüssen von bis zu 1.500 Euro je Wohneinheit. Dabei wurde auch das Spektrum der förderfähigen Maßnahmen nochmals erweitert. Entsprechende Einbauten und Nachrüstungen aus Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel verbinden ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort mit attraktiver Optik.

Ein Überblick
Die Zahlen sprechen für sich: Bereits 2020 ist jeder vierte Deutsche 65 Jahre alt oder älter, 2030 bereits jeder dritte. Parallel zur demografischen Entwicklung und steigenden Lebenserwartung wächst folglich auch der Bedarf an  altersgerechten Wohnungen. Außerdem wird alle drei Minuten in Deutschland in eine Wohnung eingebrochen. Über 167.000 versuchte oder vollendete Taten verzeichnet die Kriminalstatistik für das Jahr 2015. Das sind 50 Prozent mehr als im Jahr 2008 und zehn Prozent Steigerung allein gegenüber 2014. Der dabei entstandene Schaden betrug 2015 nach Informationen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft eine halbe Milliarde Euro – im Schnitt 3.250 Euro pro Einbruch. Besonders häufig betroffen sind auch ältere Menschen. Um dieser drastischen Entwicklung Einhalt zu gebieten und gleichzeitig dem sich abzeichnenden Mangel an altersgerechten Wohnungen zu begegnen, bietet der Staat finanzielle Unterstützung bei der Investition in mehr Sicherheit für die eigenen vier Wände. Wer bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung mit solchen zur Barrierereduzierung und Einbruchsschutz verbindet, kann sogar gleich von mehreren Förderprogrammen profitieren. Mit den richtigen Produkten ist man dafür bestens gewappnet.

Die durch einen Fachbetrieb montierte Haustüre aus Edelstahl ist staatlich förderfähig.
Foto: WZV/puraporta.de

Neuer Eingangsbereich
Einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren aus Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel können hier eine wichtige Rolle spielen. Um als alters- und behindertengerecht anerkannt zu werden, muss eine Tür mindestens 0,90 Meter, besser einen Meter breit sein. Damit bietet sie aber nicht nur die notwendige Breite für einen Rollstuhl, sondern erleichtert auch schon den Alltag mit Kinderwagen oder Gepäck. Diebe haben schlechte Karten, wenn die neue Haustüre auch sicherheitstechnisch keine Schwachpunkte hat. Eine perfekt aufeinander abgestimmte Gesamtkonstruktion aus Türblatt, Zarge, Beschlägen, Bändern und Schloss ist hierfür die beste Voraussetzung. Wenn die neue Haustüre mindestens den Widerstandsklassen RC 2 nach DIN EN 1627 entspricht und durch einen qualifizierten Fachbetrieb montiert wird, steht der staatlichen Förderung im privaten Wohnbau nichts im Wege. Aushebelsichere Beschläge, ein aufbohrgeschützter Profilzylinder und mehrpunktverriegeltes Schloss machen sie endgültig zum sicheren Bollwerk. Gut beraten sind Bauherren auch hier mit Produkten, die das Qualitätssiegel Edelstahl Rostfrei tragen. Das Markenzeichen bietet zudem eine zuverlässige Orientierung bei der Auswahl geeigneter Fachbetriebe.

Einbruchsichere Schlösser und Beschläge machen Wohnungs- und Haustüren zu einem sicheren Bollwerk gegen Einbrecher.
Foto: WZV/Gary Goodart/Fotolia.com

Energetische Effizienz
Damit im Winter die Kälte draußen bleibt und obendrein energetische Förderung von Vater Staat beantragt werden kann, darf der Wärmedurchgangswert (Ud-Wert) der Tür maximal 1,3 W/(m2K) betragen. Optimale energetische Eigenschaften bieten Passivhaustüren, die Ud-Werte bis zu 0,6 W/(m2K) erreichen. Beim Einbau wärmeisolierter Türen ist die fachgerechte Dichtung zwischen Rahmen, Mauerwerk oder Boden zu beachten. Ebenso wichtig ist auch die Vermeidung von Wärmebrücken an Bodenplatte, Eingangsstufen oder Vordach, damit die Wärme nicht an diesen Stellen unbemerkt entweicht. Ein echtes Plus an Komfort und Sicherheit sind Vordächer –idealerweise mit passenden Seitenwänden– und an beiden Seiten der Treppe angebrachte, ergonomisch geformte Geländer. Sie lassen auch im stärksten Sturm niemand im Regen stehen und bieten Jung und Alt sicheren Halt. Ein behindertengerechter Carport in 3,50 Meter Breite, gut zugängliche Müllboxen und eine schicke Außenbeleuchtung aus Edelstahl Rostfrei verleihen dem gesamten Haus eine moderne, hochwertige Optik. Und das Beste daran: Ohne aufwendige Pflege trotzen sie für Jahrzehnte Wind und Wetter. Bei der Beleuchtung sollte man auf ausreichende Helligkeit achten. Kombiniert mit einem Bewegungsmelder oder Dämmerungsschalter sorgt sie so auch bei Nässe und Dunkelheit für gute Sicht. Positiver Nebeneffekt: Finstere Gestalten fühlen sich dadurch abgeschreckt. Fachgerecht ausgewählt und montiert können all diese baulichen Verbesserungen durch die KfW gefördert werden.

Unverzichtbar und vom Staat gefördert: Türspion mit Edelstahlfassung.
Foto: WZV/Phos Edelstahl Design

Türen und Fenster sichern
Doch nicht nur private Hausbesitzer können von dieser Unterstützung profitieren. Auch Mieter von privatem Wohnraum haben bei altersgerechten Einbauten oder sicherheitstechnischen Nachrüstungen gute Aussichten auf staatliche Fördermittel. So schiebt in Mehrfamilienhäusern ein hochwertiger Schließzylinder nach DIN 18252 und DIN EN 1303 Einbrechern an der Eingangstür wirksam einen Riegel vor. Ein von innen verschraubter Schutzbeschlag und ein in der Mauer verankertes Schließblech aus Edelstahl geben Aufhebelversuchen keine Chance. Zusätzliche Panzerriegel über die gesamte Türbreite schützen sogar gegen gewaltsame Aufbruchversuche. Zusatzschlösser mit Sperrriegel verhindern zudem das ungewollte Aufstoßen der leicht geöffneten Tür. Unverzichtbar– und ebenso wie all die anderen genannten Maßnahmen förderwürdig– ist ein Türspion. Hier stehen neben den herkömmlichen Weitwinkelspionen, die in die Tür eingelassen werden, auch digitale Varianten zur Auswahl. Mit ihnen kann man bei geschlossener Tür oder sogar vom Bett aus sehen, wer draußen steht, wenn es klingelt. Möglich macht das ein großes Display, das ein gestochen scharfes Bild des Eingangsbereichs zeigt. Eine besonders häufig von Einbrechern gewählte Einstiegsvariante sind Fenster und Terrassentüren. Ob geschlossen oder gekippt, im Erdgeschoss oder in der ersten Etage – ohne einbruchhemmende Zusatzsicherung sind sie innerhalb von Sekunden mit einem einfachen Schraubendreher aufgehebelt. Deshalb empfiehlt die Polizei auch hier dringend den Einbau von stabilen Rahmenkonstruktionen, die von mehreren Mauerankern fest in der Wand gehalten werden, Scheiben aus Sicherheitsglas und abschließbare Griffe. Wirklich zuverlässigen Schutz bieten jedoch nur DIN oder VdS-zertifizierte Produkte, die vom Fachmann eingebaut werden.

Digitale Türstationen mit integrierter Kamera ermöglichen es, zur Not auch vom Bett aus zu sehen, wer draußen vor der Tür wartet.
Foto: WZV/Ullrich Reuttenmüller für Gira

Wer auf Fördermittel von der KfW spekuliert, braucht Fenster ab Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627. Gut zu wissen: Auch Nachrüstsysteme wie Fensterstangenschlösser mit Mehrfachverriegelung oder Bandseitensicherungen zählen zum erweiterten Förder-Designprogramm. Mieter, deren Vermieter das Anbohren der Fenster untersagt, können mit einer Teleskopstange, die in der Mauer befestigt wird, den Einbruchschutz für ihre Wohnung erhöhen. Nicht zuletzt ist auch der nachträgliche Einbau von –idealerweise motorisierten – Rollläden oder einbruchhemmenden Fenstergittern aus Edelstahl Rostfrei förderfähig. Gefertigt aus hochwertigem Edelstahl sind Gitter nicht nur sicher, sondern sehen auch richtig gut aus.

Förderung beantragen
Krönung für ein altersgerechtes Zuhause ist die Badrenovierung: Mit dem Einbau einer bodengleichen Dusche und einhändig bedienbaren Armaturen entsteht Luxus, den man in jungen Jahren genießt und im Alter nicht missen möchte. Informationen zu den verschiedenen kombinierbaren Fördermöglichkeiten und den dafür erforderlichen Voraussetzungen gibt es im Internet unter www.kfw.de. Der Fördertopf für 2016 ist zwar bereits erschöpft, aber Bewerbungen für Maßnahmen zum Einbruchschutz sind jetzt schon für das kommende Jahr möglich.

Dieser Artikel erschien in der Printausgabe 04/2017 (#80).
Die entsprechenden Seiten können Sie hier downloaden.
fileadmin/user_upload/Bilder/greenBUILDING/2017/80/gb_2017_04_024.pdf

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