24.02.2020 | Ausgabe 01/2020 (#95)

Den Status Quo in Frage stellen

Der kiimoto wirkt raumbildend, nicht aber raumtrennend. // Foto: kiimoto

In den 20er-Jahren revolutionierten der Werkbund und das Bauhaus, wie wir heute leben. Die offene Bauweise brachte neue Herausforderungen.

Der Kamin aber hatte sich diesen Herausforderungen bis heute noch nicht gestellt. Der Ofenbaumeister Thomas Widmer aus Baden-Württemberg stellt mit seiner Kaminerfindung kiimoto den Status quo infrage und schafft neue Wohnmöglichkeiten. Ob vor einem Fenster im Wintergarten, mit 270-Grad- rundum-Feuer-Ansicht oder in zwei Räumen – durch seine besondere Form trennt kiimoto den Raum nicht komplett ab, sondern definiert gemütliche Teilräume.

Der Raum überhitzt nicht wie üblich, sondern wird kontinuierlich auf der optimalen Temperatur gehalten. Das ist smart und funktioniert trotzdem ganz ohne Elektronik. Die Funktionsweise ist eine Weiterentwicklung des traditionellen Handwerks seines Großvaters, der vor über 60 Jahren in Zeiten des Wirtschaftswunders seinen Ofenbetrieb gründete und die Grundsteine für diese besondere Technik gelegt hat.

Für die außergewöhnliche Ästhetik experimentiert Thomas Widmer zusammen mit Koryphäen aus allen Gebieten der Handwerkskunst – z. B. handgefertigte
Kacheln aus dem Hause eines ausgezeichneten Keramikmeisters (u. A. Staatspreis Kunsthandwerk). Lokal in der Nähe des Bodensees gefertigt, ergibt das eine Regionalität, die Thomas Widmer besonders wichtig ist. So entstehen neue Designs und Funktionen, die der Status quo so nicht vorgesehen hat.

Jeder Raum wird individuell analysiert und so erhält jeder einen kiimoto, der die Möglichkeiten des Raums nutzt und sich dabei optimal in Form und Funktion in den eigenen Wohnraum integriert.


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