24.02.2020 | Ausgabe 01/2020 (#95)

Gewappnet gegen Extremwetter

Lamilux hat ein eigenes für Lichtkuppeln und Lichtbänder entwickelt. / Foto: Lamilux

Im Zuge des Klimawandels nehmen extreme Wetterereignisse nicht nur zu, sondern werden auch in ihrer Auswirkung immer verheerender. Dies legt nahe, dass auch die Belastungen und die Anforderungen an Gebäude sowie deren einzelne Bestandteile durch Wind und Regen immer höher werden. Tageslichtsysteme von LAMILUX wurden daher besonders auf ihre Beständigkeit bei Extremwetterereignissen geprüft.

Die Sturmsaison 2017/2018 zählte laut Deutschem Wetterdienst zu den aktivsten der vergangenen Jahre. Beispielsweise wurden beim Herbststurm Sebastian an der Nordseeküste Orkanböen von fast 130km/h gemessen und durch die belaubten Bäume kam es auch im Inland zu schweren Schäden. Im Januar 2018 kostete dann der Orkan Friederike die deutschen Versicherer rund 500 Millionen Euro.

Einen vollumfassenden Schutz vor Sturmschäden kann es nicht geben, dennoch können qualitative und funktionale Bauprodukte so manchen Schadensfall verhindern. Dies gilt besonders auch für Oberlichter wie Flachdach-Fenster, Lichtkuppeln und Lichtbänder. 

Das neue Flachdach-Fenster FE mit Echtglas von Lamilux hat bei Prüfvariablen als Klassenbester abgeschnitten. Es ist bis zu 1950 Pascal schlagregendicht (nach DIN EN 12208 Klasse E1950) und bis zu 2000 Pascal widerstandsfähig gegen Windlast (nach DIN EN 12210 Klasse C5). Die durch das unabhängige Prüfinstitut testierte Wasserdichtheit bis zu einem Prüfdruck von 1950 Pa, entspricht umgangssprachlich einer Belastung durch Starkregen bei einer Windstärke von größer 14 Bft. Zum Vergleich wird bei einer Windstärke von 12 Bft von einem Orkan gesprochen und dessen Windgeschwindigkeit liegt bei ca. 120 km/h. 

Eigenes Prüfverfahren für Sturm und Starkregen
Lamilux hat zusammen mit dem Institut für Industrieaerodynamik (I. F. I.) ein eigenes Prüfverfahren für Lichtkuppeln und Lichtbänder entwickelt: Entgegen normativer Prüfszenarien bildet es die extremen Verhältnisse von Sturm und Starkregen ab. Gesetzlich sind hier keine Prüfungen nötig, dennoch sichert Lamilux seine Produktqualität ab. Denn mit diesem Prüfverfahren kann der Effekt einer Kombination der beiden Extremereignisse auf die Elemente getestet und als Schlagregenindex (Driven Rain Index, DRI) vergleichbar gemacht werden.

Schlagregenindex (DRI)
Die Prüfungen der Lichtbänder und Lichtkuppeln erfolgten in einem Schlagregen- Windkanal. Hierbei wurden die gesamten Elemente sowie ihre kritischen Bauteile, wie etwa Lüftungsklappen, sehr großen Wassermengen ausgesetzt. Die maximalen Wassermengen je Quadratmeter betrugen ca. 450 l/h, was 7,5 Liter in der Minute je Quadratmeter bedeuten. Diese hohen Wassermengen können in Deutschland kurzzeitig auftreten. Das 24-Stunden-Maximum für Deutschland liegt bei 312 l/m², was durchschnittlich 13 Litern Regen pro Stunde und Quadratmeter entspricht. 


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