24.02.2020 | Ausgabe 01/2020 (#95)

Tageslicht und schaltbare Gläser

Sonnenschutz – ein immer wichtiger werdender Faktor für Gebäude. / Foto: Halio

Bereits 1935 erhielt mit der DIN 5034 ein deutsches Normenwerk Gültigkeit, das die Innenraumbeleuchtung mit Tageslicht zum Inhalt hatte. Erstaunlicherweise folgt mit der EN 17037:2018 „Tageslicht in Gebäuden“ erst mehr als 80 Jahre später eine EU-Norm nach.

Auf Basis neuester Erkenntnisse gibt diese Norm Empfehlungen zur Tageslichtversorgung in Innenräumen und widmet sich darüber hinaus den Themen Aussicht, Besonnung und Blendschutz. Schaltbare Sonnenschutzgläser wie Halio- Glas leisten dank ihrer intelligenten Steuerung einen wichtigen Beitrag zu moderner Tageslichtplanung.

Die Funktionalisierung des Tageslichts
Vor rund 100 Jahren gelangte das Licht in den Fokus der Architektur. Unter dem Motto „Licht, Luft und Sonne für alle“ sagte man den beengten städtischen Wohnverhältnissen den Kampf an. (Tages-) Licht war vor allem eine Dimension der Wohnhygiene. Der gesundheitliche Aspekt beschränkte sich auf die biologische Wirkung des nicht-sichtbaren Sonnenlichts wie infrarotes und ultraviolettes Licht. Man erkannte, dass UV-Licht Keime abtötet und mit Sonnenbädern rückte man Hautkrankheiten, Vitamin- D-Mangel und Rachitis zu Leibe.

In der Frühzeit der Lichtforschung wollte man mit künstlichem Tageslicht der Natur ein Schnippchen schlagen. Die 24-Stunden-Fabrik war geboren. Menschen, Hennen, Pflanzen und andere Lebewesen mussten nur ins richtige – elektrische – Licht gerückt werden, um produktiver zu werden. Heutige Lichtforscher haben dazu aufgrund neuer Erkenntnisse zu den nicht-visuellen Wirkungen des Lichts eine differenzierte Meinung.


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