12.08.2019 | Ausgabe 3/2019 (#91)

Gemeinsam, mobil und digital

Für die gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen ist unter anderem ein großer Dachgarten. / Visualisierung: Bauwerk Capital

Globalisierung, Digitalisierung, Flexibilisierung: Das Leben der Menschen ändert sich rasant und tiefgreifend – insbesondere in den Metropolen. Arbeits- und Privatleben verschmelzen. Die Zahl der Single-  Haushalte steigt, der Anspruch an ein vernetztes, mobiles und flexibles Miteinander ebenso.

Parallel zu diesen Entwicklungen findet eine Rückbesinnung auf  grundlegende soziale Werte statt. „Während die Konsumgüterindustrie längst auf diese Trends reagiert, sie befeuert oder gar setzt, verharrt die Wohnimmobilienwirtschaft oft im bewährten Prinzip: Wohnzimmer, Küche, Bad – und vergibt sich damit die Chance, Mehrwerte für die Menschen zu schaffen, für die sie baut“, sagt Roderick Rauert, geschäftsführender Gesellschafter der Bauwerk Development. Das Unternehmen realisiert aktuell den Bau von „kupa – Quartier KuvertfabrikPasing“ in München. Das Konzept dafür  hat Bauwerk gemeinsam mit Trendforschern entwickelt. Es basiert auf gesellschaftlichen Megatrends und geht damit auf die aktuellen Wünsche von Wohnungssuchenden nach Mobilität, Kommunikation, Vernetzung und lokaler Verbundenheit ein.

Es ist noch nicht so lange her, da wurden Fahrräder in den Keller verbannt. Heute darf das geliebte Stück auch gerne mit in die Wohnung. Bei Bedarf repariert wird es dann in der gemeinschaftlichen Fahrradwerkstatt./ Visualisierung: Bauwerk Capital

Trend 1:
„Mobility“  Der Besitz eines Autos als Prestigeobjekt hat in den Großstädten an Bedeutung verloren. Das flexible Teilen von Fahrzeugen ist etabliert. Denn es spart nicht nur Kosten für Anschaffung und Unterhalt. Es schont auch ie Umwelt. „Dass auch Entwickler von Wohn- und Gewerbebauprojekten Mobility-Angebote in ihre Konzepte integrieren, ist eine logische Konsequenz dieser Entwicklung“, erklärt Rauert. „Für kupa haben wir deshalb ein umfassendes Mobilitätskonzept entwickelt. Damit bieten wir den künftigen Bewohnern der 175 Eigentumswohnungen  einen Mobilitätsmix aus Autos, E-Bikes, Elektrolastenfahrrädernsowie E-Scootern. Diese können über eine Quartiers-App angemietet werden.  Darüber hinaus steht den Bewohnern eine Fahrradwerkstatt zur Verfügung.

Und: In der Tiefgarage finden sich selbstverständlich
E-Ladestationen.“

Der alte Baubestand schafft Identität durch die Anbdinung an die Tradition des Ortes.
Foto: / Bauwerk Capital

Trend 2:
„Togetherness“ In Deutschland leben immer mehr Menschen  allein. Laut aktueller GfK-Studie betrug der Anteil der Einpersonenhaushalte deutschlandweit im Jahr 2018 etwa 38,1 Prozent. München gehört mit50,6 Prozent zu den Top 10 unter den Stadtkreisen mit den meisten Alleinlebenden.  Die Baubranche reagiert aufdiese Entwicklung mit dem verstärkten  Bau von Mikro-Apartments. Vergessen wird dabei oft, dass sich die Menschen im Zeitalter der Digitalisierung zunehmend nach einem zwischenmenschlichen Miteinander sehnen. Das gilt für Singles ebenso wie für Paare und Familien.Das neue Quartier wird daher über  Sharing-Flächen und diverse Services verfügen und somit Raum und Gelegenheit für Begegnungen bieten, die dasMiteinander im Quartier fördern sollen. Dazu gehören eine Dachterrasse für alle Bewohner, eine großzügige Küche zum Anmieten für Feierlichkeiten oder Kochabende mit Freunden und eine gemeinschaftliche  Fahrradwerkstatt.

„Local Love“, einer der Trends beim Wohnen, fällt mit der Einbindung historischer Gebäude nicht schwer. / Foto: Bauwerk Capital

Trend 3:
„Connectivity“ Essen, Kleidung, Taxi, Hauswirtschaft: Es gibt kaum einen Konsum- und Dienstleistungsbereich, in dem Apps  nicht das Leben erleichtern. Darauf setzt Bauwerk auch bei der Konzeption des neuen Quartiers. Eine eigens für das Projekt entwickelte App ist als zentraler, digitaler Hub des Quartiers geplant. Über sie können die Bewohner nicht nur Autos, Fahrräder, E-Scooter und Sharing-Flächen mieten. Auch Concierge-Dienste lassen sich darüberbuchen. So können die Bewohner  beispielsweise in den Urlaub oder auf Geschäftsreise fahren – der Concierge übernimmt in dieser Zeit das Blumengießen oder kümmert sich nach Rückkehr um die Beauftragung einesWäscheservices. Darüber hinaus ist ein  intelligentes Paketpostsystem geplant. Auch dieses wird über die App bedient, die mit Zustelldiensten, Concierge und Bewohnern vernetzt ist. Eine Paketboxanlage ermöglicht den Empfang und den Versand der Post – egal, ob die Bewohner anwesend sind oder nicht. Zustellung und Rücksendung sind jederzeit und mit allen  aketdienstleistern möglich. Und: Der Smart-Home- Trend wird ebenfalls berücksichtigt. Über eine KNX-Bussystem-Vorrüstung wird das vernetzte Leben auf Wunsch auch in den eigenen vier Wänden ermöglicht.

Trend 4:
„Local Love“   Die Zusammenarbeit mit Trendforschern hat gezeigt: Je globalisierter und  digitaler die Welt wird, desto stärker besinnen sich die Menschen auf die lokale Herkunft von Produkten. Die Authentizität von Waren und Dienstleistungen ist ihnen wichtig. Nach Ansicht der Forscher spiegelt sich das auch bei der Wohnungssuche wider. „Menschen wollen an Orten leben, die einen Charakter haben. Das ist einer der Gründe, warum ein traditionsreicher Stadtteil wie München-Pasing aufblüht und immer mehr Unternehmen und Wohnungssuchende anzieht. Pasing versprüht den Charme einer Kleinstadt  mit eigenem Viktualienmarkt und Marienplatz, bietet aber direkte Anbindungen zu wichtigen Verkehrsadern, ÖPNV und ICE sowie die schnelle Erreichbarkeit von Alpen und Seenlandschaften“, ist sich Rauert sicher. Für die Entwicklung von kupa setzt Bauwerk auf die Verbindung von lokalem Bezug und den Annehmlichkeiten einer Metropole. Darüber hinaus schafft der Projektentwicklermit der Sanierung der alten Kuvertfabrik auch architektonisch eine  Beziehung zwischen Tradition und  oderne.


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