12.08.2019 | Ausgabe 3/2019 (#91)

Tiny & Digital

27 Quadratmeter: Ein Smart Home, das dem Trend zu wenig Flächenverbrauch Rechnung trägt. / Foto: Rosskopf+Partner

Die Digitalisierung eröffnet auch in den eigenen Wänden mehr Komfort. Smarte Geräte und eine vernetzte Steuerung bringen viele Vorteile bei Funktionalität, Sicherheit und  Energieeffizienz. Dabei halten moderne Technologien Einzug in „herkömmliche“ Möbel.

Auf 27 Quadratmetern  können Interessierte in 15 ausgewählten Städten in einem mobilen Tiny House mehr über Smart-Home-Technik zahlreicher Hersteller erfahren. Die Rosskopf + Partner AG entwickelte für das Haus im Miniformat, das quasi ganz nebenbei noch einen weiteren Trend – den zum flächenreduzierten Wohnen im Tiny House – erlebbar macht, eine Arbeitsplatte aus Quarzstein. In das Material ist eine induktive Ladestation integriert.

Mit dem in der Küchenarbeitsplatte implementierten Pad lassen sich sämtliche Qi-fähigen Smartphones kabellos wieder aufladen. Um mobile Endgeräte effizient, mit einer hohen Energieausbeute laden zu können, benötigt die Drahtlostechnologie dazu einen  besonders geringen Abstand zwischen Lader und Smartphone. Möglich wird das dank der besonderen Verarbeitungseigenschaften von Quarzstein. Dieser lässt sich präzise und hauchdünnhinterfräsen, sodass die Ladestation praktisch unsichtbar unter der Arbeitsplatte montiert werden kann.

Weiterhin wurde in die Oberfläche ein RFID-Chip integriert. Dieser ermöglicht in Kombination mit der richtigen Hardware eine komfortable Steuerung des Smart Homes: Ein sogenannter „Smart Würfel“ kann je nach seiner Orientierung unterschiedliche Szenarien auslösen: Das kann zum Beispiel die abendliche Lichtstimmung oder das Aktivieren der Alarmanlage bei Verlassen des Tiny House sein. Dazu muss derWürfel nur auf die entsprechende Seite  gedreht werden.

Rosskopf + Partner entwickelte für das Haus im Miniformat eine Arbeitsplatteaus Quarzstein mit integrierter induktiver Ladestation. / Foto: Rosskopf+Partner

Lediglich kleine Symbole auf der Arbeitsplatte weisen auf die moderne Technologie hin. Die Lösung ist sowohl für Quarz- als auch für Mineralwerkstoffarbeitsplatten geeignet. Die Mischung aus 93 Prozent natürlichem Quarz, Pigmenten und Polyesterharz lässt Quarzstein die positiven  Eigenschaften von Stein bezüglich Funktionalität und Widerstandsfähigkeit sogar noch übertreffen: Auf der Mohs-Skala hat Quarzstein einen höheren Härtegrad als Stein. Das Material ist daher bestens für den Einsatz inKüche und Bad geeignet: Es ist robust,  kratzfest, hitzebeständig, widerstandsfähiggegen Lebensmittelchemikalien  und – ganz entscheidend – absolut hygienisch und pflegeleicht. Mit einem haushaltsüblichen Reiniger können Flecken einfach entfernt werden.

Auch bei Waschtischen, Nischenverkleidungen  sowie Büromöbeln, Fensterbänken, Tischen und sonstigen Innenausstattungen kommt der Werkstoff zum Einsatz.


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