12.08.2019 | Ausgabe 3/2019 (#91)

Kleines Bad ganz groß

Großzügigkeit – das funktioniert mit den richtigen Planungstipps und Herstellern auch in kleinen Bädern. / Foto: VitrA

Großzügigkeit – das funktioniert mit den richtigen Planungstipps und Herstellern auch in kleinen Bädern. / Foto: VitrA

Rund neun Millionen Bäder in Deutschland sind unter sechs Quadratmetern groß – eigentlich ganz schön klein für einen Wohlfühltempel. Während in vielen Bestandsbauten im Bad bislang „Flächenoptimierung“ die Maxime war, wird in Neubauten heutzutage großzügiger geplant. Neun Quadratmeter dürfen es im Durchschnitt schon sein, und häufig wird auch das WC in einem kleinen Gäste-WC separiert.

Das kleine Bad hat viele Facetten und zeigt sich mal als klassisches Minibad, als Schlauchbad oder liegt unter Dachschrägen. Gar nicht so einfach, darin alles Gewünschte unterzubringen – hier zahlen sich detailgenaue Planung und das Expertenwissen von Architekten, Badplanern, Handwerkern und Herstellern aus. Hersteller wie VitrA Bad bieten eine enorme Bandbreite an cleveren Lösungen, mit denen selbst der kleinste Raum optimal genutzt und optisch vergrößert werden kann.

2-in-1-Produkte sparen Platz
Ist das Bad für eine Wanne und Dusche oder WC und Bidet zu klein, bieten sich 2-in-1-Lösungen an. Eine Kombination aus Wanne und Dusche spart Platz undvereint doch beide Nutzungsmöglichkeiten  komfortabel. Kombi-Lösungen bieten auch WCs mit Bidetfunktion und Dusch-WCs für unterschiedliche Komfortansprüche und Preisvorstellungen.  b preiswertes Modell oder High-Tech Version: Alle Lösungen punkten neben der „normalen“ WC-Funktion mit der zusätzlichen Reinigung mit Wasser.

Wichtig: viel Stauraum, und am besten nicht als offenes Regal, sondern hinter Türen. / Foto: VitrA

Kompakte Sanitärkeramik und Möbel für kleine Räume 
Der Zusatz „kompakt“ oder „compact“ bezeichnet bei Sanitärkeramik ein  echtes Raumsparwunder: Ob WCs, Wannen oder Aufsatzwaschtische – viele Produkte werden auch in kleineren  Formaten angeboten, sodass sich auch ein kleines Gäste-Bad oder WC perfekt ausstatten lässt. VitrA Bad hat in der Kollektion Sento beispielsweise eine kompakte Variante im Programm, die gleichzeitig ein WC mit Bidetfunktion ist. Auch Waschtische gibt es in kompakten Formaten – idealerweise werden diese gleich mit den passenden Unterschränken kombiniert.

Optisch den Raum vergrößern 
Keramik und Möbel werden häufig wandhängend angeboten. Dadurch wirkt der Raum optisch größer und die Bodenreinigung geht leichter von der Hand. Der Trick mit der Bodenfreiheit, mit dem der Raum größer wirkt, lässt sich auch rund um den Waschtisch anwenden. Möbel werden dann beispielsweise mit Füßen  ausgestattet. Und die richtige Beleuchtung  – bei der Serie Sento von VitrA Bad sensorgesteuert – ist dabei nicht nur ein optisch schöner Effekt: Als Nachtlicht bringt sie zusätzliche Sicherheit.

Wahre Platzwunder sind wandhängende Hochschränke – und Konsolenplatten mit Aufsatzwaschtischen lassen Räume durch ihre schwebende Optik ebenfalls großzügiger erscheinen, als sie eigentlich sind. Konsolenplatten sind entgegen landläufiger Meinung sogar auch für typische längliche Altbaubäder oder Schlauchbäder ideal: Statt mit quergestelltem Mobiliar die Bewegungsfreiheit oder den Blick einzuengen, betonen sie die schlanke Raumform.

Gerade in kleinen Räumen punktet auch der Spiegeleffekt: Er kann gezielt zur optischen Raumvergrößerung eingesetzt werden oder bietet Doppelnutzen über dem Waschtisch oder Dreifachnutzen als Spiegelschrank.

Ein Grundsatz: Aufs Wesentliche reduzieren, das sorgt für einen ruhigen optischen Eindruck. / Foto: VitrA

Helle Farben – alles aus einemGuss
Ob ein Raum „zugestellt“ oder großzügig wirkt, hängt auch vom Einsatz von Farben, Formen und Mustern ab. „Alles aus einem Guss“ zu gestalten, empfiehlt Claudio Conigliello, Marketingleiter bei VitrA Bad. Helle Farben eignen sich besonders gut für kleine Räume oder unter Dachschrägen – mit einzelnen Akzentfarben wird dann ein visuelles i-Tüpfelchen gesetzt.

Fliesen sollten eher in großen Formaten verlegt werden, denn je weniger Fugen, desto aufgeräumter wirkt das Gesamtbild.Gleiches gilt auch für Installationen und Technik: Hinter Installationswänden lässt sich die Technik gut kaschieren – es sei denn, sie ist ein bewusst betontes Gestaltungselement.

Nach dem Motto „weniger ist mehr“ empfiehlt sich auch die Auswahl von Accessoires   und Armaturen: Hier setzt man in kleinen Räumen besser auf wenige Accessoires, die perfekt zusammenpassen, sowie auf Armaturen aus der gleichen Serie, sodass auch hier das Zusammenspiel von Farben und Formen ein einheitliches und damit optisch ruhiges Bild ergibt.

Optisch ruhiger als offene Regale wirken geschlossene Schränke, in denen alles, was  im Bad oder Gäste-WC benötigt wird, gutuntergebracht werden kann.

Stauraum schaffen
Damit bei gemeinschaftlich genutzten Bädern und somit auch beim häuslichen Frieden nichts anbrennt, ist die ausreichende Dimensionierung von Stauraum wichtig.  Dadurch steht möglichst wenig im Weg und Ordnung halten fällt leichter. Wer nicht in die hintersten Winkel von Schränken und Fächern kriechen will, setzt auf Auszugsfächer, Schubladen und praktische Klappen. Die gibt es sowohl für Waschtischunterschränke als auch für Hochschränke.


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