12.08.2019 | Ausgabe 3/2019 (#91)

Haptisch und nordisch

Fliegen ist und bliebt auf absehbare Zeit unter ökologischen Gesichtspunkten äußerst problematisch. Manche Flughäfen – wie hier in Oslo – sind hingegen bemüht, sich in nachhaltige Zentren zu verwandeln. / Foto: OAC

Ist ausgerechnet die „Oslo Airport City“ ein Modell für nachhaltigen Städtebau?

Flugreisen gelten heutzutage als wahre „Klima-Killer“. Ihre Ausgangspunkte, die großen Flughäfen der Welt, sind deshalb bis dato noch nicht als besonders ökologische, nachhaltige oder energiesparende Gebäude oder Anlagen bekannt geworden. Das könnte sich bald ändern. Denn in der prosperierenden Hauptstadt des an Öl und Gas reichen Landes Norwegen  wird derzeit eine umweltfreundliche Flughafen-Stadt gebaut. Der norwegische Staat möchte weg von der Petroleum- basierten Volkswirtschaft und sich frühzeitig auf das post-fossile Zeitalter vorbereiten. Alle erdenklichen „low carbon features“ und „grünen“ Technologien sollen deshalb beim Bau der Neustadt am Flughafen zum Einsatz kommen.

Modell für andere Gemeinden?
Die „Oslo Airport City“ (OAC) soll als Groß-Test für die neuesten nachhaltigen Technologie-Ansätze in Architektur und Städtebau dienen, die bei Erfolg auch   uf andere norwegische oder allgemein nordische Gemeinden angewandt werden könnten. Der Flughafen Oslo war zuletzt stark gewachsen und hat sich sogar an Stockholm vorbeigeschoben, was die Passagieranzahl anbelangt. Das Land ist so groß und auf dem Landweg schwer zugänglich, sodass ein ungewöhnlich hoher Anteil an Inlandsreisen in Norwegen auf dem Luftweg passiert. Aber speziell die internationalen und interkontinentalen Verbindungen sind so stark angewachsen, dass der noch relativ neue Flughafen bereits einmal massiv um ein riesiges neues Terminal erweitert werden musste.

----

6 Seiten


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von greenBUILDING abonnieren