28.11.2018 | Ausgabe 06/2018 (#88)

Modell für die Stadt der Zukunft?

Quelle: Merlin Photography Ltd

Die „Greencity“ ist das erste Quartier in Zürich, das nach den Vorgaben der „2000-Watt-Gesellschaft“ errichtet wird.

Die größte Stadt im Land der direkten Demokratie: Hier haben die Stimmbürger von Zürich im Jahr 2008, also vor genau zehn Jahren, eine grundlegende Änderung beschlossen: Die Gemeindeordnung sollte es fortan möglich machen, die ambitionierten Vorgabender „2000-Watt-Gesellschaft“ umzusetzen.  m Kern geht es bei der Idee der „2000-Watt-Gesellschaft“ darum,  den Energiekonsum auf ein dauerhaft rträgliches Niveau zu senken und den aximalen Energiebedarf jedes Erdenbewohners auf 2000 Watt (Stufe Primärenergie) festzuschreiben. Das Denk-Modell entstand Anfang der 90er-Jahre an der ETH Zürich. Die Menge von 2000 Watt entspricht dem damaligen Durchschnittswert des Verbrauchs der Menschen weltweit. Es sollen nur 500 Watt pro Kopf aus fossilen Energien und 1500 Watt aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Das entspricht 48 Kilowattstunden proTag oder 17.520 Kilowattstuden pro Jahr  bzw. 1700 Litern Heizöl oder Benzin pro Jahr und Person. Tatsächlich liegt derdurchschnittliche Energiebedarf derzeit weltweit bei rund 2500 Watt pro Mensch und Jahr. Eine Reduktion um ein Fünftel klingt zunächst einfach. Tatsächlich liegt der Energie-Konsum-Wert jedoch in denEntwicklungsländern meist nur bei einigen hundert Watt und in den Industrieländern bis zu sieben Mal höher.

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