13.04.2018 | Ausgabe 02/2018 (#84)

Lebensgrundlagen erhalten, Zukunft gestalten

Bild: 3XN Architects

Schüco bietet Lösungen für alle Phasen eines Bauprojekts – von der initialen Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung von Wohn- und Arbeitsgebäuden in aller Welt. Die ganzheitliche Betrachtungsweise beinhaltet auch den Ansatz „360° Nachhaltigkeit“, der den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojekts von der Herkunft der Rohstoffe bis hin zum Recycling abdeckt, damit die Lebensgrundlagen künftiger Generationen erhalten bleiben.

Rund 1,5 Tage dauert es, bis die Weltbevölkerung um 330.000 Menschen gewachsen ist. Das entspricht der Einwohnerzahl von Bielefeld. Mehr Menschen, das bedeutet auch mehr Bedarf an Wohn- und Arbeitsraum. Zugleich stellt uns der fortschreitende Klimawandel global vor die Herausforderung, effizienter mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Für Schüco als Entwickler und Lieferant von hochwertigen Fenster-, Tür- und Fassadensystemen bedeutet das, weit über die Bereitstellung von energieeffizienten Produkten hinauszudenken. Deshalb berät Schüco bereits in der frühen Planungsphase über Nachhaltigkeitsaspekte. Mit Schüco können Bauherren sicher sein, dass ihr Bauvorhaben wirtschaftlich, ressourcenschonend und zukunftsweisend ist.

Beim neuen Verwaltungsgebäude der Südwestmetall in Esslingen setzten [fritzen 28] architekten in Sachen Energieeinsparung und Wärmeschutz auf neueste und nachhaltige Technik.
Bild: Schüco International KG

Neues EPD-Tool für SchüCal

Schüco-EPDs liefern konsistente Daten über den gesamten Lebensweg der Bauprodukte. Jetzt hat das Unternehmen den Prozess der Produktzertifikatserstellung automatisiert und zusammen mit der thinkstep AG aus Leinfelden-Echterdingen ein EPD-Tool für die Planungs- und Kalkulationssoftware SchüCal entwickelt. Damit können für ein Bauwerk aus SchüCal heraus individuelle maßbezogene Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declarations – kurz: EPD) für Schüco-Konstruktionen aus Aluminium ermittelt werden. Schüco ist derzeit das einzige Systemhaus, das vom Institut für Bauen und Umwelt e. V. (IBU) zertifizierte individuelle EPD mit einer Software anbietet.

Das EPD-Tool basiert auf der DIN EN 15804. Programmhalter für das Tool ist das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU). Das IBU als deutschlandweit führende Organisation ist eine Vereinigung von Baustoffherstellern und Verbänden, die sich gemeinsam dem nachhaltigen Bauen verpflichtet haben. Die Organisation betreibt mit ihrem EPD-Programm ein international anerkanntes und unabhängiges Informationssystem für Bauprodukte: EPD enthalten umfassende quantitative Informationen, die auf einer Ökobilanz basieren und durch unabhängige Dritte gemäß DIN EN ISO 14025 und DIN EN 15804 verifiziert werden müssen. 

Der SanierungsKalkulator hilft bei der Sanierungs­ent­scheidung.
Grafik: Schüco International KG

Damit stellen diese Produktdeklarationen potenzielle Umweltwirkungen transparent dar, ohne zu bewerten. Sie dokumentieren, welche Grundstoffe mit welchem Energieaufwand in ein Bauprodukt einfließen und welche Umweltwirkungen von der Herstellung über die Nutzungsdauer bis hin zur Entsorgung oder zum Recycling entstehen. Die Auditoren der Gebäudezertifizierungssysteme, wie z. B. BNB, DGNB, BREEAM, HQE und LEED, nutzen EPD, um Bauwerke hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit zu bewerten.

Die fünf Beispiel-EPD, die die Grundlage für die Verifizierung bildeten, sind öffentlich zugänglich auf wichtigen Plattformen hinterlegt: beispielsweise beim IBU unter www.ibu-epd.com und im Informationsportal Ökobaudat unter www.oekobaudat.de.

Gesundes Wohnen und Arbeiten

Bauen heißt Jahre vorausdenken. Denn Gebäude, die heute entworfen werden, bestimmen, wie nachfolgende Generatio nen leben und arbeiten. Diese Überlegung bildet das Fundament der Unternehmensstrategie: Schüco entwickelt Lösungen, die den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen. Produkte, die die Lebensgrundlage künftiger Generationen erhalten und gestalten: weil sie in der Herstellung die Umwelt so wenig wie möglich belasten, in der Gesamtbilanz einen positiven Fußabdruck hinterlassen und die Materialien durch Recycling immer wieder verwendbar sind. Aber auch, weil sie gesellschaftliche Veränderungen wie den demografischen Wandel, die Digitalisierung und Verstädterung berücksichtigen. Darüber hinaus berücksichtigt diese konsequent nachhaltige und gesundheitsorientierte Bauweise individuelle Wohlfühlfaktoren wie Raumtemperatur und Raumluftqualität, Sonnen- und Blendschutz, Tageslichtversorgung, intelligente Automation, Schalldämmung, Sicherheit und Funktionalität sowie Schutz vor Krankheiten durch antibakterielle Oberflächen.

Bei diesem Privathaus in Lettland war es dem Architekturbüro OUTOFBOX wichtig, trotz der umfangreichen Fassadenverglasungen die Prinzipien einer zeitgemäß energieeffizienten Bauweise kompromisslos einzuhalten.
Bild: OUTOFBOX, Lettland/Māris Ločmelis

Entscheidungshilfe für Sanierung

Der Sanierungs-Kalkulator von Schüco und Drees & Sommer ist ein neues Online-Werkzeug, um die Rendite bei einer Sanierung von Bürogebäuden schon vor Planungsbeginn fundiert einzuschätzen. Bereits nach wenigen Eingaben werden eingesparte Energie, höhere Produktivität der Mitarbeiter und der gestiegene Sachwert der Immobilie nach einer Sanierung in Euro ausgewiesen.
www.schueco.de/sanierungskalkulator

Gesellschaftliche Verantwortung

Nachhaltig handeln heißt für Schüco aber auch, Verantwortung für gesellschaftliche Belange zu übernehmen. Der Klimaschutz ist deshalb seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Als Gründungsmitglied der Stiftung 2° engagiert sich das Unternehmen dafür, das auf dem Weltklimagipfel in Paris verabschiedete Klimaziel innerhalb der Wirtschaft zu adressieren und praxisorientierte Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Doch Schüco setzt auch auf vielen internen Ebenen an, um den Energieverbrauch und damit auch den sogenannten CO2-Fußabdruck oder Carbon Footprint zu reduzieren. So bezieht das Unternehmen deutschlandweit seit 2012 zu 100 % zertifizierten Öko-Strom, der das ok-power-Siegel trägt. Seit 2011 wird die CO2-Bilanz ermittelt und 2015 wurde ein erstes Energieaudit nach EN 16247 durchgeführt. Beim unternehmensinternen Schüco-Klimatag in Bielefeld konnten sich die Mitarbeiter in den Jahren 2013, 2015 und 2017 über alle Initiativen und Fortschritte informieren, die ihr Unternehmen für Gesundheit, Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit angestoßen hat.

www.schueco.de/nachhaltigkeit


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von greenBUILDING abonnieren