13.04.2018 | Ausgabe 02/2018 (#84)

Scheinbar schwerelos

Bild: Jeld-Wen

Mit weniger mehr zu bewirken und die Tür neu zu denken – das war das Ziel bei der Entwicklung der vor zwei Jahren auf der BAU vorgestellten Q45. Den eingeschlagenen Weg der Gestaltung und Entwicklung innovativer Türenkonzepte hat Jeld-Wen in den vergangenen zwei Jahren konsequent fortgesetzt und dabei jedes Detail einer Innentür wieder und wieder hinterfragt und neu überdacht. Entstanden ist die „Planar“ – ein Türelement mit extra breitem Türfalz, der die Zargenbekleidung vollständig überdeckt.

Vorhandene Stahlzarge und neue Designtür (Modell 5630, farbiger Türfalz in Farbton „Orca“).
Bild: Jeld-Wen

Auf der Öffnungsseite entsteht der Eindruck, die neue Designtür schwebe ohne sichtbare Befestigung vor der Wand. Durch ihr integratives Design ist lediglich der Drücker als einzig sichtbarer Beschlag erkennbar – Bänder und Zarge scheinen nicht zu existieren. In geöffnetem Zustand offenbart sich dann ein neues Bild auf der Schließseite, denn der Falz sowie die neu konzipierte Holzzarge mit lediglich 45 mm Bekleidung können in vielen Farbkombinationen vom Planer zusammengestellt werden, sodass ein ganz individuelles Raumdesign entsteht.

Die Oberfläche des Türblatts ist wahlweise in Brillantweiß WL16 (nach RAL 9016) oder in den Oberflächen der HPL Urban-Collection erhältlich, wodurch eine Vielfalt von 25  Farben realisiert werden konnte. Der markante Türfalz kann wahlweise in Brillantweiß WL16 (nach RAL 9016), dem neuen Farbton „Orca“ oder auf Anfrage in RAL-Tönen individualisiert werden. Um den Look der einzelnen Bauteile perfekt aufeinander abzustimmen, sind die adäquaten Bandsysteme wahlweise im Edelstahl-Look oder passend zum Türfalz lackiert erhältlich.

Designtür „Planar“ mit passendem Drücker „Frame“ mit Inlay in der Farbe des Türfalzes.
Bild: Jeld-Wen

In den 70er- und 80er-Jahren wurden Innentüren fast ausnahmslos in Stahlzargen verbaut. Bei Objekten in der Sanierung ist die Modernisierung der Türen daher immer mit erhöhtem Aufwand verbunden, da entweder die einzementierte Stahlzarge aus der Wand herausgelöst werden muss oder überdeckende Renovierungszargen zum Einsatz kommen müssen. „Planar“ liefert bei solchen Bestandsbauten eine einfache Lösung, denn es ist möglich, dieses architektonisch hochwertige Türelement mit der bestehenden Stahlzarge zu verbauen. Die Spezialbänder sind kompatibel mit der weit verbreiteten Bandaufnahme V8600. Das Entfernen der Stahlzarge entfällt, lediglich die farbliche Überarbeitung in Abstimmung mit der Farbe des Türfalzes bleibt als Aufgabe bestehen.

„Das Thema Bauen im Bestand ist für unsere Kunden und damit auch für uns ein extrem wichtiges. Schließlich entfallen mehr als 70 % aller Bautätigkeiten auf den Sanierungs- und Modernisierungsbereich“, so Jeld-Wen-Marketingleiter Ralf Hoffmann. „Ferner stellen wir fest, dass die Ausgaben bei der Sanierung mit dem Alter des Objekts steigen. Mit anderen Worten: In Häusern aus den 70er- und 80er-Jahren werden aktuell respektable Budgets auch abseits energetischer Maßnahmen in die Optik investiert.“ 


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