13.04.2018 | Ausgabe 02/2018 (#84)

„Graue“ Energie für „Grüne“ Gebäude?

Bild: Sigurd Steinprinz, Steinprinz Fotodesign

Das Studentenwohnheim Tiegelstraße in Essen hat vom Architekturbüro ACMS ein neues Leben bekommen.

Wird „graue“ Energie in der Architektur durch ergrau­endes Holz symbolisiert? Der Umbau eines Gemeindehauses zu einem Studentenwohnheim in Essen legt diesen Verdacht nahe. Denn als „graue“ Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für die Herstellung eines Gebäudes nötig war, inklusive der Energie, die in den Baumaterialien, ihrem Transport und ihrer Montage steckt. Zusammen werden die Faktoren „kumulierter Energieaufwand (KEA)“ genannt. Wenn man ein Gebäude wiederverwendet, kann man „graue“ Energie einsparen – und genau das hat das Studentenwerk der Uni in Essen auch getan: Für den Bau ihres neuesten Studentenwohnheims wurde ein Gemeindesaal so stark überformt, dass er kaum wiederzuerkennen ist. Der enorme bauliche Aufwand lohnte sich nur, weil für einen Abriss und Neubau an diesem Standort kein Baurecht vorgesehen war. 


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