20.02.2018 | Ausgabe 01/2018 (#83)

Lichtdurchflutetes Tor zum Campus

Bild: Roland Halbew

In Stuttgart hat das Unternehmen Vector Informatik seinen Campus erweitert. Ein lichtdurchflutetes Zentralgebäude ergänzt das bisherige Ensemble – und interpretiert in seiner Fassadengestaltung die Optik der bestehenden Gebäude neu.

Vector Informatik stellt maßgeschneiderte digitale Vernetzungslösungen für die Automobilbranche her. Das Unternehmen setzt auch bei der Planung der Firmenarchitektur auf modernste Technik und ein durchdachtes Gebäudekonzept: Die ressourcenschonende Energie- und Wärmegewinnung durch eines der größten Geothermiefelder der Region ist ebenso essentieller Bestandteil des Konzepts wie die quartiersbildende Fassadenbekleidung aus nachhaltigen Keramikplatten des Herstellers Moeding.

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat das Projekt von Schmelzle + Partner MBB Architekten BDA dafür mit dem DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet und ihm zugleich für die herausragende Architektur mit besonderer gestalterischer und baukultureller Qualität den DGNB-Diamanten verliehen. Es ist damit weltweit das einzige Gebäude, das beide Auszeichnungen auf sich vereinen kann. 

Das Konzept

Die gerundeten Gebäudeecken haben einen Durchmesser von 8 m und formen sich aus speziell gefertigten Ziegelplatten, die ihrerseits denselben Durchmesser haben und eine Breite von 200 mm sowie eine Bogenlänge von 384 mm besitzen.
Bild: Roland Halbew

Es gibt wohl kaum eine europäische Automarke, die zur Entwicklung der elektronischen Systeme nicht auf die Softwarelösungen von Vector Informatik setzt. Für Kommunikation und Vernetzung steht auch der 2016 erweiterte Vector Campus. Das fünfte und bisher größte Gebäude am Firmensitz verbindet sich nicht nur optisch durch die gleiche Fassadengestaltung mit dunkelroten Fassadenplatten mit den Bestandsgebäuden, sondern ist auch über zwei Brücken mit diesen verbunden. Zudem laden das Schulungszentrum mit Auditorium und die Kantine mit fast 500 Plätzen zum Austausch ein. Der komplexe Multifunktionsbau schafft auf vier Geschossen Platz für 600 Mitarbeiter – organisiert in zwei Gebäuderiegeln, die eine natürliche Belichtung der Räume ermöglichen und dem Unternehmenswachstum für die nächsten Jahre Raum bieten. Erschlossen wird das neue Herz des Gebäudeensembles über das 18 m hoch verglaste Foyer, das zusammen mit dem Vorplatz das „Tor zum Vector Campus“ bildet. Von hier aus ist die Kantine erreichbar bzw. gelangen externe Besucher in den Schulungsbereich und zu den Besprechungsräumen.

Ziegelplatten in eigener Farbkreation

Durchzogen von parkähnlichen Grünflächen bietet der neue Vector Campus viel Aufenthaltsqualität. Die Organisation der Büros in zwei getrennte Riegel ermöglicht eine natürliche Belichtung der Räume.
Bild: Roland Halbew

Neben dem verglasten Foyer ist die Pfosten-Riegel-Fassade geprägt von den typisch roten Keramikplatten, die das Motiv gebrannter Tonziegel der Bestandsgebäude konsequent aufnehmen und den Campus-Charakter des IT-Unternehmens unterstreichen. Mit gerundeten Gebäudekanten und großen Glasanteilen entwickelten die Architekten die traditionsreiche Fassadengestaltung zeitgemäß weiter – ohne dabei die Ästhetik des Werkstoffs und die natürliche Farbigkeit aufzugeben. Ein eigens kreierter Farbton macht die Ziegelfassade zum elementaren Bestandteil der Corporate Identity: In warmes Dunkelrot getaucht, erzeugt die naturbelassene Oberfläche eine harmonische Optik.

Mit sanfter Rundung ums Eck

Das lichtdurchflutete Foyer ist zugleich das „Tor zum Campus“. Von hier gelangt man in die zwei Büroriegel, in den Schulungsbereich und zur Kantine. Die 13 m x 13 m große Installation „Grünheiner Feld“ ist vom Dresdner Künstler Sebastian Hempe
Bild: Roland Halbew

In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller, der Moelding Keramikfassaden GmbH, wurden 4.100 m² Fassadenelemente individuell dimensioniert geliefert. Zum Einsatz kamen Alphaton-Ziegelplatten in verschiedenen Formaten von 200 x 400 mm bis 200 x 500 mm. Für die abgerundeten Fassadenbereiche sind die Ziegelplatten als Sonderteile im Format 200 x 384 mm mit einem Radius von 4.000 mm gefertigt – an der Gebäudekante addiert, formt sich so eine perfekte Rundung von 8 m Durchmesser.

Montiert wurden die Ziegelplatten als vorgehängte hinterlüftete Fassade mit dem „Moeding L² Rapid System“. Dieses besteht aus vertikalen L²-Tragprofilen die spezielle L²-Plattenhalter an jeder Stelle aufnehmen können und somit die Reihenfolge der Montage flexibel halten. Die Fassadenplatten lassen sich unkompliziert werkzeuglos einhängen bzw. bei Bedarf auch entnehmen – das spart Zeit und Kosten auf der Baustelle. 

Doppelte DGNB-Auszeichnung

Für das ganzheitlich durchdachte Gebäudekonzept hat die DGNB dem neuen Vector-Verwaltungsgebäude das höchste DGNB-Zertifikat in Platin verliehen. Heizung und Kühlung werden über eines der größten Geothermiefelder in Deutschland betrieben. 1.400 m² Photovoltaikfläche liefern eigenen Ökostrom und auch die Lüftungsanlage arbeitet äußerst ressourcenschonend mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 80 %. Zudem profitieren die über 1.200 Vector-Mitarbeiter am Standort Stuttgart von der hohen Aufenthaltsqualität des lichtdurchfluteten Neubaus, der von großzügigen Grünflächen umgeben ist und den gesamten IT-Campus aufwertet. Für die gestalterische und baukulturelle Qualität hat die DGNB das Gebäude daher zusätzlich mit dem DGNB-Diamanten gewürdigt. Die neue, das DGNB-Zertifikat ergänzende, Auszeichnung vergibt die Gesellschaft gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer unter fachlicher Begleitung des Bundes Deutscher Architekten.


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