01.01.2014 | Ausgabe 01-02/2014

Editorial

von Susanne Klingebiel-Scherf

Susanne Klingebiel-Scherf

Susanne Klingebiel-Scherf

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie sind hoffentlich gut und gesund in das neue Jahr gekommen! Haben Sie Vorsätze für die nächsten Monate? Oder zumindest eine gute Idee, was anders sein könnte?
Nach einer Wahl ist es ja ein bisschen so wie nach einem Jahreswechsel. Da wird nicht wenig versprochen, ins Auge gefasst, geplant, verändert. Die Stimmung ist gut, alles neu, alle so nett. An ein paar Überlegungen aus der Zeit vor der Wahl wird sich noch erinnert. Ja klar, damit will man sich beizeiten befassen. Aber noch nicht jetzt, denn jetzt sucht jeder noch seinen Platz, den Gestaltungsraum für die guten Ideen – und die Vorsätze. In dem Wort Vorsatz steckt die bewusste Entscheidung, eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Zufällig ist der Vorsatz nicht. Eine Veränderung wird angestrebt, in einem Bereich, der möglicherweise noch nicht optimal ausgestaltet ist und mit dem über einen definierten Zeitraum eine –zumindest gedankliche – Auseinandersetzung stattgefunden hat.
Ob genau das mit dem bisherigen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung passiert ist, bleibt Spekulation. War es eine bewusste, eine „vorsätzliche“ Aufteilung der Inhalte auf nicht weniger als drei Ministerien – dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie? Drei bedeutende Ministerien, jedes für sich trägt selbstbewusst mindestens ein Thema in seinem Namen, das in erster Linie von Ingenieuren besetzt ist.
In jedem Neuanfang steckt die Chance, mit eingefahrenen und verkrusteten Strukturen aufzuräumen. Und möglicherweise auch die Chance für die Ingenieure, sich gleich bei drei Ministerien mit ihrem Fachwissen und ihrer Kompetenz ins Gespräch zu bringen.
Das Gute ist auch: Am Anfang haben alle noch Schwung, Elan die Dinge anzupacken, nach vorne zu schauen. Der Ingenieurberuf orientiertsich in Richtung Zukunft, schaut nach vorne. Klug ist jetzt, sich aktiv einzubringen und nicht alten Strukturen hinterher zu weinen.
Der Vizepräsident der Bundesingenieurkammer, Peter Dübbert, positioniert sich in dieser Ausgabe zur Infrastruktur. Die Themen, die Ingenieure verantworten und gestalten, sind so vielfältig wie komplex. Unsere Gesellschaft funktioniert nicht ohne Ingenieure. Als strategisch denkende Gesprächspartner den Ministerien in technischen und strukturellen Belangen offen zu begegnen, ist ein Anfang. Eine konstruktive und kontinuierliche Zusammenarbeit mit jetzt drei Ministerien ist das Ziel.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2014 viel Erfolg!

Susanne Klingebiel-Scherf

sks@deutsches-ingenieurblatt.de


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