30.11.2015 | Ausgabe 12/2015 (#70)

Energiegeladenes architektonisches Schmuckstück

Bildquelle: CSEM

Im Stadtzentrum von Neuenburg entstand eine Fassade aus Photovoltaik-Modulen mit moderner Ästhetik. Die Fassade ist nicht nur robust, energieeffizient und ästhetisch, sie ist auch ein Meilenstein für die architektonische Integration von Photovoltaik-Modulen in Neuenburg und bereitet somit den Weg für eine moderne und attraktive Solararchitektur.

Die neue Südfassade des Gebäudes in der Rue Maladière 83 konnte dank tatkräftiger Unterstützung aus dem Sektor der erneuerbaren Energien realisiert werden. Sämtliche Solarmodule wurden in der Schweiz entwickelt und hergestellt. Neben ihren technischen und energetischen Besonderheiten zeichnet sich die Fassade insbesondere durch ihre harmonische Einbindung in die Architektur des Gebäudes aus. Die Fassade, die dank ihrer Semitransparenz durch Eleganz und Leichtigkeit besticht, wurde vom lokalen Architekturbüro GD Architectes in Zusammenarbeit mit dem PV-Center des CSEM entworfen. Letzteres war für die Auswahl der Technologien zuständig.

Die Firma Viteos ist besonders erfreut über die Anwendung der Photovoltaik-Technologie bei der Umsetzung einer Fassade. „Die Photovoltaik-Module fügen sich perfekt in das Gebäude ein. Ihre Verwendung als ästhetisches Mittel trägt zur Demokratisierung der Solarenergie im Baugewerbe bei», erklärte die Delegierte des Verwaltungsrats Josette Frésard. Der Gemeinderatsvertreter Olivier Arni betonte seinerseits, dass sich das beispielhafte Projekt optimal in die städtische Entwicklung des Quartiers Maladière/Jaquet-Droz einfüge.

«Dieser Bau passt perfekt zu unserer Vision einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Er unterstreicht die einzigartigen Kompetenzen, die in Neuenburg vorhanden sind. Darüber hinaus kann die Stadt deutlich machen, dass sie sich der Innovation und der Integration von erneuerbaren Energien verschrieben hat.»

Die Photovoltaik-Module bestehen aus hochleistungsfähigen Bifacial-Solarzellen, die auf der innovativen Heterojunction-Technologie (HJT) basieren, die durch das PV-Labor der EPFL (École Polytechnique Fédérale de Lausanne) und das PV-Center des CSEM in Neuenburg entwickelt wurde. «Die Schweiz muss sich für die Entwicklung leistungsfähiger erneuerbarer Energien einsetzen. Die hier verwendeten Technologien haben ein hohes Potenzial und sind nicht nur für Solarparks, sondern auch in bebauten Umgebungen ausgesprochen interessant, da sie Ästhetik und maximale Energiegewinnung miteinander verbinden», erklärte Christophe Ballif, Direktor des PV-Center am CSEM.

 

Kombination aus innovativen Technologien
Durch die optimale Nutzung des Lichts kann mit den für das Projekt ausgewählten Technologien kostengünstig Energie produziert werden. Die Bifacial-Solarzellen können das Sonnenlicht auf der Vorder- und Rückseite einfangen. Es ist der Semitransparenz der verwendeten Module und der vorgesetzten Wand aus Solarmodulen zu verdanken. Die durch einfallendes oder reflektierendes Licht entstehenden Effekte innerhalb eines Bauwerks eröffnen neue architektonische Möglichkeiten und erlauben innovative Designs. Die diskrete Verbindungstechnologie SmartWire Connection Technology benötigt weniger Silber um den Strom innerhalb der Zellen zu transportieren und ist deshalb kosteneffizienter.

 

Quelle: CSEM


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