01.05.2014 | Ausgabe 05/2014

Holzhotel in urbaner Nachverdichtung

Zweifach prämiert in der Dichterstadt

Foto: Harmish Appleby

Foto: Harmish Appleby

Die Renaissance des Baustoffes Holz ist in die Hotellerie voredrungen. Die Qualitäten des modernenHolzbaus, dazu zählen die kurze Bauzeit, das gesunde Raumklima sowie eine neutraleCO2-Bilanz, senken die Kosten und ziehen neue, umwelt- und gesundheitsbewusste Kunden an. 

In der historischen Altstadt von Weimar hat ein Hotel aus massivem Holz bewiesen, dass die Bauweise sowohl im urbanen Raum als auch in der Nachverdichtung funktioniert. Das „Familienhotel Weimar“1 wurde in direkter Nachbarschaft zwischen die „Berühmtheiten“Goethehaus und Anna-Amalia-Bibliothek platziert.Hotelier und Bauherr Anselm Graubner ist zufrieden: „Die Chance,direkt neben dem Goethehaus neu bauen zu dürfen, war eine einmaligeGelegenheit, bei der wir all unsere Wünsche an ein natürlichesund komfortables Wohnen einbringen konnten.“ Das Holzhotelwartet nicht mit gewöhnlichen Hotelzimmern auf: Auf dreiEbenen gibt es elf barrierefreie Wohnungen mit Balkonen in Größenzwischen 22 und 75 m², die auf die Bedürfnisse von Familienzugeschnitten sind. Inklusive möglicher mitreisender Großeltern.Die von einem lokalen Tischler handgefertigten Möbel sind ebenfalls aus massivem Holz, auf der begrünten Dachterrasse befindet sich ein Sandspielplatz nebst Kräutergarten und im Restaurant gibt es eine „Räuberhöhle“ für den Nachwuchs. Das Familienhotel hat im Jahr 2013 für seine Bauweise und Konzeption die beiden Thüringer Preise für Holzbau und Tourismus erhalten: es wurde klimafreundlich aus dem nachwachsenden und CO2 speichernden Rohstoff Holz errichtet und ermöglicht Familien wohngesunde Kultur- und Städtereisen.


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