01.01.2014 | Ausgabe 01-02/2014

Verantwortungsvoll leben

Harald Link

Harald Link

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gibt immer mehr Menschen, die sich mit einem fundierten Wissen, zumindest jedoch mit großem Interesse, um eine nachhaltige Lebensweise bemühen. Menschen, die auf eine bewusste, gesunde Ernährung achten. Die spritsparende Autos gut finden oder ganz auf einen PKW verzichten, selbstverständlich einen Ausstieg aus der Atomkraft und einen Ausbau erneuerbarer Energien befürworten. Die ihr Leben bewusst führen und es verantwortungsvoll leben möchten – in einer wohngesunden und lebenswerten Umgebung. Einerseits.

Andererseits werden nach wie vor große Stückzahlen von SUVs – in Sachen Leistung und Verbrauch oft aberwitzig überdimensioniert – verkauft. Der Gebäudebestand wird nur dann saniert, wenn es sich finanziell lohnt, nicht aus Verantwortungsbewusstsein für nachfolgende Generationen oder schwindende Ressourcen. In Deutschland wird ein epochales Vorhaben wie die Energiewende kaum konzeptionell und technologieorientiert diskutiert, sondern– getrieben in erster Line von den verantwortlichen Politikern – vor allem mit dem Fokus: Was darf Strom kosten? Verständlich ist das nicht. Es fehlt ein gesamtgesellschaftlicher Konsens, wohin die Reise in allen Lebensbereichen gehen soll. Ein Masterplan, was in den nächsten Jahren notwendig sein wird, Schritt für Schritt. Eine Vision, wie wir in 20 oder 30 Jahren leben möchten. Das wäre die Aufgabe der Politik – parteienübergreifend und möglichst frei von ideologischen Scheuklappen. Bleibt es genau deshalb ein unrealistisches Wunschdenken?

Der Einzelne fängt unterdessen in seinem direkten Umfeld an. Das ist gut, denn das ist der erste, weil selbstbestimmte, und wichtige Schritt in die richtige Richtung. Wer seinen Lebensraum heute nachhaltig planen und gestalten möchte, dem stehen eine Vielzahl von Konzepten, Technologien und Baustoffen zur Verfügung. Einige davon stellen wir in dieser Ausgabe vor – und ich wünsche Ihnen dabei eine inspirierende Lektüre.

Harald Link

redaktion@greenbuilding-magazin.de

Rubrik: Editorial


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