01.07.2013 | Ausgabe 7-8/2013

Künstlerhaus Horb: Neues Ambiente in alten Mauern

Sanierung eines alten Sudhauses mit Decken- und Dach-Systemen von Lignatur

Foto: Lignatur

Künstlerhaus Horb: Neues Ambiente in alten Mauern

Foto: Lignatur

Das dreigeschossige Künstlerhaus mit Kellergeschoss stammt aus dem Jahr 1888. Es war ursprünglich ein sogenanntes Sudhaus und glich vor seiner Sanierung beinahe einer Ruine. Der Förderverein zur Rettung des ehemaligen Malz- und Gärkellers am Kloster Horb und seiner Nutzung als Künstlerhaus e.V. beschloss 2004, das Gebäude zu sanieren. Dank des Engagements des Vereins und einer großzügigen Spende einer kulturinteressierten Amerikanerin, die sich an die guten Zeiten ihrer Jugend in Horb erinnerte, konnten die Bauarbeiten am 900.000 Euro-Projekt im April 2010 beginnen. Anfang Mai 2012 wurde das Künstlerhaus Horb eröffnet.

Die historische Holzkonstruktion des alten Gebäudes war in sehr schlechtem Zustand und musste zum Großteil erneuert werden, das Bestandsmauerwerk konnte erhalten bleiben. Um zeitgemäße Räumlichkeiten für die vorgesehene Nutzung zu schaffen, griff der Architekt auf die Decken- und Dach-Systeme der Lignatur AG zurück. Damit ließen sich Spannweiten von 6 m ohne Zwischenkonstruktion überbrücken und großzügige Räume in allen drei Geschossen gewinnen.

Über dem Erdgeschoss kam als Zimmertrenndecke das Standardelement Lignatur-Flächenelement (LFE) zum Einsatz. Die 1 m breiten und 24 cm starken LFEs spannen über die gesamte Gebäudebreite und erfüllen einen Brandwiderstand von REI60 (nach ETA-11/0137). In den unterschiedlichen Gebäudezonen ließen sie sich entsprechend variieren: In der rückwärtigen Gebäudehälfte, wo die Decke zum Teil über einem offenen Bereich liegt, sind die Elemente lediglich mit Mineralwolle gedämmt und nach unten diffusionsoffen ausgeführt. Im vorderen Teil, wo die Ateliers untergebracht sind, war eine Akustikdecke gefordert, so dass die LFEs zur Schallabsorption eine profilierte Untersicht mit Absorberfließ erhielten. Da sie außerdem die Trenndecke zu den Wohnungen darüber bilden, war ein erhöhter Schallschutz zwingend. Hierfür wurden zusätzlich Kalksandsteine in die Hohlkammern eingelegt (LFE silence).

Die Summe der gewünschten Bauteil-Eigenschaften führte bei diesem Projekt zu einer Kombination verschiedener Lignatur-Produkte. „Das ist der Vorteil unserer Elemente: Mit ihnen bieten wir eine Art ‚Eier legende Wollmilchsau‘ an. Sie sind nicht nur statisch optimal ausgenutzt, sondern bringen auch eine ideale Raumakustik, besten Wärme-, Schall- und Brandschutz und sind im Hinblick auf ihre optische Qualität vom Innenausbau nicht zu übertreffen. Hier spart der Bauherr sogar ein Gewerk, weil der Rohbau gleich den Ausbau mitliefert“, erklärt Ralph Schläpfer, Geschäftsführer der Lignatur AG.

Auch für die Zimmertrenndecke über dem Obergeschoss wählte der Architekt 24 cm starke Lignatur-Flächenelemente – hier in Kombination mit deckengleichen Stahlauswechslungen für die drei Wendeltreppen der zweigeschossigen Wohnungen. Für den Schallschutz wurden keine weiteren Maßnahmen ergriffen, da es sich um in sich geschlossene Wohneinheiten handelt. Es hätte aber die Möglichkeit bestanden – was Lignatur für hochwertige Einfamilienhäuser empfiehlt – die Elemente zusätzlich mit Splitt zu füllen. Das Satteldach und die großen Schleppgauben bilden ebenfalls LFEs – hier mit einer Elementdicke von 32 cm. Sie spannen ohne Pfettenkonstruktionen über 7,50 m und sind voll gedämmt.

Seit Mitte des Jahres 2012 nutzen Absolventen der beiden badenwürttembergischen Kunstakademien die drei Atelierwohnungen, jeweils zwischen 60 und 70 qm groß. Das Haus steht auch der Öffentlichkeit offen. Besucher können zum einen den jungen Künstlern „über die Schulter schauen“, zum andern aber auch die neue, sichtbar belassene Holzkonstruktion mit den Lignatur-Elementen besichtigen.

Rubrik: Objekte


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