01.06.2013 | Ausgabe 6/2013

Energieeffizienz im System

Die Basis zukunftsorientierten, nachhaltigen Planens, Bauens und Sanierens ist es, eine hohe Gebäudequalität mit möglichst geringen Aufwendungen und Umwelteinwirkungen und gleichzeitig eine hohe Nutzungsqualität zu erreichen und aufrecht zu erhalten. Das beinhaltet die integrale Betrachtung ökonomischer, ökologischer und soziokultureller Aspekte ebenso wie die Optimierung eines Bauvorhabens unter Beachtung des gesamten Lebenszyklus. Zertifikate sollen belegen, dass diese heute unverzichtbare Nachhaltigkeit eines Gebäudes gewährleistet ist. Während die baulichen Anforderungen an Wärmedämmung, Schallschutz, durchdachte Raumaufteilungen, wohngesunde Baustoffe, Klimatisierung, Brandschutz usw. problemlos geplant und nachgewiesen werden können, gibt es bei der exakten Beurteilung von Energieeffizienz und Gebäudebetrieb oft noch Defizite.

Die konzipierte und gemessene Effizienz eines Gebäudes stimmt in vielen Fällen nicht mit den zertifizierten Energiekriterien überein, denn diese werden anhand von Prognosen beurteilt. Nach Fertigstellung eines Projektes ist deshalb eine oft mehrjährige Phase der Optimierung von Betriebsprozessen und Anlagen unabdingbar, um die tatsächliche Effektivität eines Gebäudes zu ermitteln. Viele hocheffizient geplante Projekte liegen im realen Betrieb oft deutlich unter den konzipierten Energiewerten. Diese Tatsache ist in der Branche schon lange bekannt und verlangt von Planern, Betreibern und Bauherrn ein neues Verständnis und mehr Flexibilität bei der Anwendung von thermischer Gebäudesimulation gepaart mit Hocheffizienzprodukten für die Gebäudehülle bzw. Gebäudekonstruktion und die Anlagentechnik. Die sich daraus ergebende Strategie für das Gesamtsystem eines Bauwerkes führt nicht nur zu mehr Energieeffizienz. Haben Baukonstruktionen, Bauteile und Anlagentechnik eine hohe Effizienz und das Gebäude damit eine nachweisbar hohe Effektivität, steigert das auch die Nachhaltigkeitsqualitäten der gesamten Immobilie mit positiven Effekten für Investoren, Nutzer und Betreiber. Die Einbindung erneuerbarer Energien in das System sollte heute bereits eine Selbstverständlichkeit sein.

Dipl.-Ing. (FH) Iris Kopf
Verantw. Redakteurin

Rubrik: Editorial


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