01.04.2013 | Ausgabe 4/2013

Bauen mit positiver Bilanz

„Die als G-20 bezeichneten führenden Industriestaaten der Welt verbrauchen ca. 80 Prozent der Ressourcen unseres Planeten und sind für ca. 75 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Da die sogenannten Schwellenländer dieses westliche Wirtschaftsmodell derzeit kopieren und der weltweite Hunger nach Energie und anderen Ressourcen beispielsweise durch das starke chinesische Wirtschaftswachstum rapide zunimmt, kann nur ein radikales Umdenken die Welt sowohl vor einem Ressourcenmangel als auch vor einer ökologischen Katastrophe bewahren“, sagt Manfred Wierichs, Präsident der European Quality Association for Recycling e. V. (EQAR). Die Menschheit befindet sich also in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite wächst die Weltbevölkerung unablässig, auf der anderen Seite werden die Ressourcen immer knapper. Die Industriegesellschaften, die für ihr Wirtschaftswachstum und ihren Lebensstandard Jahrzehnte lang schonungslos die Schätze der Erde ausgebeutet haben, müssen ihr damit gewonnenes Know-how nun endlich dafür einsetzen, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu minimieren und auf diesem Weg auch die Menschen mitnehmen. Der Weg wird teuer und steinig, aber noch nicht unpassierbar, wenn ihn alle gemeinsam gehen, die Stationen kritisch hinterfragt und immer wieder neu definiert werden.

Vor diesem Hintergrund definiert sich seit etwa 10 Jahren auch die deutsche Baubranche neu. Sie ist einer der Wirtschaftszweige mit dem größten Ressourcenverbrauch und dem höchsten Abfallaufkommen in Deutschland. Laut Wierichs komme deshalb einer Kreislaufwirtschaft Bau die größte Bedeutung zu. Die bestehenden Bauwerke stellten im Sinne des „urban mining“ die Rohstoffquelle für die zukünftigen Bauwerke dar. Die Umsetzung einer solchen Kreislaufwirtschaft auf dem Bausektor kann aber nur mit eigenen Innovationen und der Hilfe von Querschnittstechnologien erreicht werden. Interdisziplinäres Handeln zwischen Herstellern, Forschern, Planern, Verbrauchern und Kommunikatoren ist unabdingbar, um Ressourceneffektivität und den Cradle-to-Cradle-Gedanken in den Köpfen und Herzen aller Beteiligten zu etablieren.

Der Architekt und Designer William McDonough, Vorreiter und gemeinsam mit dem Chemiker Michael Braungart Kopf der Cradle-to-Cradle-Philosophie, bringt es auf den Punkt: „Damit es möglich ist, intelligente Produkte zu erzeugen, muss ein umfassendes Verständnis von der Welt, in der wir leben, vorherrschen. Es ist notwendig zum Ursprung zurückzukehren und die natürlichen Prozesse unseres Planeten zu verstehen.
… Auf die Architektur angewendet bietet dieser Ansatz die Möglichkeit ein Denken anzuregen, welches wiederum zu Innovationen und Verbesserungen in etlichen Bereichen führt. Dabei geht dies weit darüber hinaus, lediglich die negativen Folgen menschlichen Tuns zu reduzieren und führt vielmehr zu neuen Visionen und durchdachten Strategien, um eine positive Bilanz auf der Welt zu schaffen.“ Wer nach diesem Prinzip arbeite, „erweitere die Definition von Qualität: Bislang wurden Gebäude nur nach traditionellen, architektonischen Standards – Nutzen, Standhaftigkeit und Design – bewertet, durch das Cradle-to-Cradle-Konzept werden nun auch positive Auswirkungen in ökologischer, ökonomischer, aber auch sozialer Sicht als Qualitätsmerkmale anerkannt.“ Dass Ihnen, verehrte Leser, das bei Ihren Projekten gelingen möge, wünscht Ihre

Dipl.-Ing. (FH) Iris Kopf
Verantw. Redakteurin

Rubrik: Editorial


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