01.10.2013 | Ausgabe 10/2013

Mehr Mut zum Experiment

Harald Link

Harald Link

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Ausgabe in den Händen halten, sind die Landtagswahlen in Bayern und Hessen und die Bundestagswahlen gerade zu Ende gegangen – und die Gespräche über mögliche Bündnisse und Koalitionsverträge dürften, wenn sie zur Regierungsbildung notwendig sind, in vollem Gange sein. Nebenden bisherigen werden in nächster Zeit auch zahlreiche neue Abgeordnete, Ministerinnen und Minister, Staatssekretärinnen und Staatssekretäre ihre Büroräume beziehen, um die Arbeit aufzunehmen. In Gebäuden, die in aller Regel der öffentlichen Hand gehören. Bund, Länder, Gebietskörperschaften und Kommunen sind – zusammengenommen – die größten Immobilieneigentümer in Deutschland. Ihnen kommt auch deshalb eine besondere Bedeutung und Verantwortung zu: eine Vorbildfunktion.

Dieser künftig noch stärker gerecht zu werden ist ein Appell, der allen –gerade den neuen – Amts- und Mandatsträgern mit auf den Weg gegeben werden muss: Dafür zu sorgen, dass die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Energiewende“ in der öffentlichen Debatte nicht auf Teilaspekte wie eine Strompreisbremse oder die Einspeisevergütung reduziert, sondern wieder breiter diskutiert und angelegt werden. Baukulturelle Fragestellungen müssen eine angemessene, ihrer gesellschaftlichen Bedeutung entsprechende Rolle spielen. Gefordert ist mehr Mut zum Experiment und zum Wettbewerb, um das Planen und Bauen voranzubringen. Die Qualität von Entwürfen und des Bauens in toto darf nicht durch ein zu enges Korsett an detaillierte Vorgaben für öffentliche Fördermittel so eingeschnürt werden, dass der Kreativität und der Innovation die Luft ausgehen.

Harald Link

redaktion@greenbuilding-magazin.de

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Rubrik: Editorial


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Modern: Pflegeleichte Holzfassade aus Kebony

Dieses Haus erhielt eine 123 Quadratmeter große, vertikale Holzfassade aus Kebony Character mit sichtbaren Ästen. Auf alle Kebony Produkte gibt es 30 Jahre Garantie – eine gute Investition in die Immobilie.

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Die Holzfassade wird mit einer Fläche von 63 Quadratmetern über das Satteldach fortgeführt – eine klassische Dacheindeckung gibt es hier nicht. Vordach und Spritzbereich sind über einem minimalen Sockel reduziert ausgeführt und überzeugen durch eine feine Ästhetik.

Fassadengestaltung mit unterschiedlichen Dimensionen

Der gesamte Entwurf des Holzhauses setzt mit Kebony Character auf ein sehr wi­­­­­der­­­­stands­fähiges Fassadenmaterial, das einen bewusst ausgereizten konstruktiven Holzschutz zulässt. Verschiedene Lattenbreiten eröffneten flexible Spielräume für die ungewöhnliche Gebäudehülle.

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