01.11.2012 | Ausgabe 11/2012

Wenn's bei Günther Jauch mal wieder „qualmt“

Gasometer mit Lichtkuppeln zur Umnutzung fit gemacht

Bis 1995 stellte der fast 80 m hohe Teleskopgasbehälter die Gasversorgung
der Hauptstadt sicher. In dem ausfahrbaren Kuppelbehälter konnten bis zu 160.000 m3 Stadtgas gespeichert werden. Mit der Umstellung von Stadt- auf Erdgas wurde der Gasbehälter außer Betrieb genommen und der Zylinder demontiert. Übrig blieb das Stahlskelett. Nach Jahren des Leerstands wurde das Industriedenkmal jetzt wiederbelebt und bildet den Mittelpunkt des neu entstehenden EUREF-Campus – des ersten CO2-neutralen Stadtquartiers Europas. Seit Herbst 2011 begrüßt hier Günther Jauch seine Gäste.

Behutsam in das riesige Stahlskelett integriert, erinnert das Fernsehstudio mit einem Durchmesser von 32 m an die nicht weit entfernte Norman-Foster-Kuppel des Deutschen Bundestages in Berlin Mitte. Über den gebogenen, 21 m hohen Stahlträgern spannt sich eine transparente Haut, die den Blick freigibt auf die äußere Hülle des Gasometers. Um während der Livesendung Tonprobleme zu vermeiden und den Besucher beim Betreten des Gasometers nicht im Regen stehen zu lassen, wurde über der eingestellten Kuppel ein zweites Dach
nötig. Hier entschieden sich Bauherr und Nutzer auch aus Denkmalschutzgründen für eine temporäre Lösung, die sehr leicht und filigran sein sollte. Eine 3.500 m2 große pneumatische Textilmembran mit Kunststoffbeschichtung überspannt den 61 m breiten Gasometer und macht ihn zur Traglufthalle. Der stetige, kaum wahrnehmbare Überdruck stabilisiert das neue Dach und hält es in Form...


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